Evangelische Kirche

„Trauung“ möglich für Homo-Paare

Frankfurt - Die evangelische Kirche in Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz stellt die Segnungen homosexueller Paare endgültig anderen Ehen gleich.

Die Synode der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat am Freitag beschlossen, dass die Segnungen, die bereits seit 16 Jahren möglich sind, mit Beginn des nächsten Jahres offiziell auch Trauungen heißen. Gleichzeitig schränkte die EKHN die Möglichkeit des Vorbehalts ein: Pfarrer können zwar weiterhin „aus seelsorgerischen Erwägungen oder Glaubensüberzeugungen“ Trauungen homosexueller Paare ablehnen. Sie dürfen das aber nicht mehr pauschal und im Vorhinein tun, sondern müssen sich mit jedem Einzelfall auseinandersetzen und ihn begründen, wie Kirchenpräsident Volker Jung erklärte.

Die EKHN hat 1,5 Millionen Mitglieder in 1 135 Gemeinden. Ihr Kirchengebiet reicht in etwa von Biedenkopf im Norden bis Neckarsteinach im Süden. Rund ein Viertel des Kirchengebiets liegt in Rheinland-Pfalz. Laut EKHN sind seit 2002 rund 320 gleichgeschlechtliche Paare vor den Altar getreten.

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Die Delegierten billigten auf der Synode auch den Etat für das kommende Jahr. Er beträgt 700 Millionen Euro. Den größten Einzelposten bilden Personalkosten mit über 321 Millionen Euro. Aufgestockt werden die Stellen im Bereich Bau. Dafür seien fünf Millionen Euro und sechs zusätzliche Stellen vorgesehen. (dpa)

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