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Flughafen treibt Ultrafeinstaub-Belastung in die Höhe

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Flughafen Frankfurt
Flughafenmitarbeiter gehen über das Vorfeld auf dem Frankfurter Flughafen. © Andreas Arnold/dpa

Der Flughafen Frankfurt hat einer aktuellen Studie zufolge einen erheblichen Anteil an der Ultrafeinstaub-Belastung in seiner Umgebung. Aber auch der Straßenverkehr dürfe als Quelle für Ultrafeinstaub nicht außer Acht gelassen werden, erklärte der Präsident des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HNLUG), Thomas Schmid, am Donnerstag in Wiesbaden.

Wiesbaden - „Noch wissen wir nicht genau, wie gefährlich diese Partikel für die menschliche Gesundheit sind. Fest steht aber schon jetzt: Gesund sind sie nicht, und wir sollten sie reduzieren.“

Für den vierten Bericht zur Untersuchung der regionalen Luftqualität auf ultrafeine Partikel im Bereich des Flughafens Frankfurt seien alle bisherigen Messreihen seit 2017 zusammengefasst worden, erläuterte das HLNUG. Diese Gesamtauswertung bestätige die Aussagen früherer Berichte: An allen Messstandorten steige die Konzentration an, wenn bei Flugbetrieb der Wind aus Richtung des Flughafengeländes weht.

Die für städtische Regionen typische Konzentration bei Feinstaub von etwa 6000 bis 7000 Partikeln pro Kubikzentimeter wird dann den Experten zufolge teilweise um ein Vielfaches überschritten. „Die Emissionen aus dem Flugbetrieb lassen sich anhand größenaufgelöster Messungen von denen anderer Quellen, etwa dem Kfz-Verkehr, unterscheiden.“

Die vorübergehend sehr niedrigen Zahlen an Flugbewegungen infolge der Corona-Pandemie nähmen aktuell wieder kontinuierlich zu, erklärte das HLNUG. „Dies führt auch bei der Konzentration der ultrafeinen Partikel zu einem Wiederanstieg.“

Ultrafeine Partikel sind laut Experten die kleinsten festen Partikel in der Luft - sie haben einen Durchmesser von weniger als 100 Nanometern und können aufgrund ihrer geringen Größe besonders tief in den menschlichen Körper eindringen. Welche Gefahr für die Gesundheit von Ultrafeinstaub ausgeht, könne noch nicht ausreichend beurteilt werden - bislang gebe es noch zu wenige Studien dazu. Eine Messverpflichtung oder gar Grenzwerte gibt es noch nicht. dpa

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