Ehemann tatverdächtig

Frau kommt gewaltsam vor Brand ums Leben

Rotenburg a.d. Fulda - Eigentlich schien ein technischer Defekt das Feuer in einem Wohnhaus in Rotenburg verursacht zu haben. Doch plötzlich stellt sich der Fall ganz anders dar: Die 33-jährige Bewohnerin war schon vor dem Brand tot. Dringend tatverdächtig ist ihr Mann.

Die nach einem Wohnhausbrand in Rotenburg an der Fulda tot aufgefundene Frau ist nicht durch das Feuer, sondern gewaltsam ums Leben gekommen. Darauf deuteten die Ergebnisse der Obduktion hin, bei der massive Verletzungen am Hals des Leichnams festgestellt worden seien, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Tatverdächtig sei der 36 Jahre alte Ehemann der 33-Jährigen. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags und versuchter schwerer Brandstiftung erlassen. Die Eheleute lebten seit kurzem getrennt. Bei der Obduktion habe sich herausgestellt, dass die Verstorbene zum Brandzeitpunkt schon nicht mehr lebte, hieß es weiter. "Das ist eine neue Entwicklung, wegen der wir uns auch die Brandursache noch einmal anschauen müssen", sagte Polizeisprecher Manfred Knoch in Bad Hersfeld.

Bislang hatten die Ermittlungen auf einen technischen Defekt als wahrscheinliche Ursache des Feuers am 17. Oktober hingedeutet. Es gebe nun den Verdacht, dass der Brand gelegt wurde. Die Polizei sei deshalb auf der Suche nach Anwohnern, die während des Feuers vor Ort gewesen seien und Fotos gemacht hätten. Die 33-Jährige war nach dem Feuer in der vergangenen Woche tot in ihrer Wohnung in dem Zweifamilienhaus gefunden worden. Bei seiner Vernehmung am Mittwoch versuchte ihr Mann, aus dem Fenster im zweiten Stock der Polizeidirektion in Bad Hersfeld zu springen und zu fliehen, wie die Ermittler mitteilten. Dabei verletzte er sich und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. (dpa)

Brennenden Sperrmüll direkt bei der Feuerwehr abgeladen: Fotos

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion