Kollision mit Fahrradfahrern

Er wünscht, nie ins Auto gestiegen zu sein: Angeklagter wird nach tödlichem Unfall zu Geldstrafe verurteilt

Bei einem Zusammenstoß zweier Autos zwischen Tann und Fulda ist ein 84-Jähriger schwer verletzt worden. (Symbolfoto)
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Bei einem Zusammenstoß zweier Autos zwischen Tann und Fulda ist ein 84-Jähriger schwer verletzt worden. (Symbolfoto)

Wegen fahrlässiger Tötung hatte sich ein 40-jähriger Mann vor dem Amtsgericht Fulda verantworten müssen. Im Juni 2020 hatte er einen Unfall verursacht, bei dem eine Frau ums Leben kam.

Großenlüder/Fulda - Es ist die schlimmste Konsequenz, die ein Verkehrsunfall haben kann: Ein Mensch kommt ums Leben. So ist es auch bei dem Unfall im vergangenen Jahr passiert, weswegen sich der 40-Jährige aus Fulda* vor dem Amtsgericht verantworten musste. Am 1. Juni 2020 soll er auf der Landesstraße 3141 aus Uffhausen kommend in Richtung Großenlüder gefahren sein, als er einen vorausfahrenden Pkw überholen wollte und dabei mit einer 57-jährigen Pedelec-Fahrerin*, die mit ihrem Mann gerade nach links auf einen Fahrradweg abbiegen wollte, kollidierte. Diese erlag kurze Zeit später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Der Mann wurde schwer verletzt. Dabei soll der 40-Jährige statt den erlaubten 70 Stundenkilometern 85 bis 89 Stundenkilometer gefahren sein. Ein Schild habe wegen Fahrradfahrern auf dieser Strecke um Vorsicht gebeten.

Der Angeklagte machte über seinen Verteidiger, Rechtsanwalt Tomislav Cosic, deutlich, dass sich das Ereignis nicht anders zugetragen habe, als es Staatsanwalt Dr. Jan Hofmann in seiner Anklageschrift dargelegt habe. Das Fahrzeug vor ihm sei „geschlichen“, weswegen er zum Überholen angesetzt habe. Die Pedelec-Fahrer habe er nicht wahrgenommen. Der Unfall habe das Leben des Angeklagten verändert. Letzterer wünsche sich, an diesem Tag nie ins Auto gestiegen zu sein. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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