Widersprüchliche Aussagen

„Ich hatte nichts zum Anziehen“: Jüngster Angeklagter äußert sich im Bandendiebstahl-Prozess

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Einer nach dem anderen wurden die Angeklagten im Bandendiebstahl-Prozess in den improvisierten Gerichtssaal im Polizeipräsidium Osthessen in Fulda geführt.

Im Prozess in Fulda gegen sechs Männer, die des Verdachts des Bandendiebstahls angeklagt sind, wurden vergangene Woche bereits vier Angeklagte gehört. Nun kamen die restlichen zwei Männer zu Wort.

Fulda - Die Angeklagten rumänischer Herkunft stehen seit Anfang Mai 2021 in Fulda* wegen Verdacht auf Bandendiebstahl vor Gericht. Die Männer sollen als Bande in unterschiedlicher Zusammensetzung in Fulda, Eichenzell, Kassel und Lohfelden Diebstähle verübt haben*. Sie sollen bei den acht Straftaten im Juli, August und September 2020 hochpreisige Waren aus Bekleidungs- und Elektronikgeschäften sowie Lebensmittel- und Baumärkten entwendet und weiterverkauft haben.

Der jüngste Angeklagte, ein 19-Jähriger, betonte nun in seiner Erklärung vor dem Gericht in Fulda, sich aus persönlicher Not an den Bandendiebstahl-Straftaten beteiligt zu haben*. „Ich hatte nichts zum Anziehen und nichts zu Essen. Was hätte ich tun sollen?“, fragte er unter Tränen. Die Taten seien spontan geschehen. „Glauben Sie das eigentlich selbst?“, fragte Richter Joachim Becker zurück. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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