Mütter und Väter im Zwiespalt

Zwischen Kinderbetreuung und Job: Einige Eltern müssen ihre Kinder im Corona-Lockdown in die Kita geben

 In den Kitas müssen auch jetzt einige Kinder betreut werden. (Symbolfoto)
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In den Kitas müssen auch jetzt einige Kinder betreut werden. (Symbolfoto)

Das Land Hessen stellt im Lockdown zwölf Millionen Euro pro Monat zur Verfügung: Damit sollen Eltern entlastet werden, die ihre Kindergartenkinder zuhause betreuen. Offenbar ist das für manche aber nicht möglich. Denn in den Kitas müssen auch jetzt einige Kinder betreut werden.

Region - Homeschooling, Kinderbetreuung, 20-Stunden-Job: Die dreifache Mutter Sabine Langer aus Hünfeld hat im Moment alle Hände voll zu tun. Ihre beiden Schulkinder, sieben und zehn Jahre alt, müssen zu Hause unterrichtet werden. Und auch den jüngsten Sohn, der gerade eineinhalb Jahre alt ist, schickt sie im Corona-Lockdown nur zweimal in der Woche statt fünfmal zur Notbetreuung in die Kita*. „Diese zwei Vormittage brauche ich, weil ich berufstätig bin. Es ist nicht leicht für uns Eltern. Ich arbeite zwar im Homeoffice, aber eigentlich war es in den letzten Wochen so, dass ich erst am Abend und am Wochenende dazu kam, meine Arbeit zu erledigen“, sagt die 39-Jährige, die als Bilanzbuchhalterin angestellt ist.

Ihr Mann ist Maschinenbautechniker und muss für seinen Job in der Firma sein. „Auch meine Schwiegermutter kann die Kinder nicht nehmen, weil sie selbst vormittags arbeitet.“ Langer ärgert sich über Eltern, die ohne Not ihre Kinder in die Schule oder in die Kita schicken. „Es fehlt die Einsicht zur Solidarität.“ *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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