Zähes Ringen in den 80ern

30 Jahre ICE: „Existenziell wichtig“ - Was der Halt in Fulda für die Stadt bedeutet

Corona-Ausbruch bei der Deutsche Bahn am Standort in Fulda (Symbolfoto).
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Corona-Ausbruch bei der Deutsche Bahn am Standort in Fulda (Symbolfoto).

Das „Flaggschiff“ der Deutschen Bahn wird 30: Am 2. Juni 1991 hielt der erste ICE am Bahnhof Fulda. Erfolge, aber auch eine schwere Katastrophe prägen seine bisherigen Jahrzehnte. Für Osthessen ist die Anbindung von besonderer Bedeutung.

Fulda/Berlin - Bei den Namen seiner drei „Kinder“ hat es Ingenieur Peter Lankes leicht: Intercity-Express 1, 2 und 3 werden sie genannt – besser bekannt unter der Abkürzung: ICE. Das älteste von ihnen feiert in diesen Tagen seinen 30. Geburtstag. Mit einer Sternfahrt zum neu gebauten Fernbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe wurde am 29. Mai 1991 der erste Hochgeschwindigkeitszug in Deutschland eingeweiht. Wenige Tage später, am 2. Juni, kam der ICE1 erstmals im Linienbetrieb von Hamburg nach München zum Einsatz – nach langem politischen Ringen mit Halt in Fulda*. Heute sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand dazu: „Fulda hat wie kaum eine zweite Region in Deutschland von der Anbindung an die ICE-Strecke profitiert.“

„Ich habe mich gefühlt, als wenn das eigene Kind in die Schule kommt“, sagt Lankes über die damaligen Tage. Als Projektleiter bei der Deutschen Bahn hat der inzwischen 70-Jährige die ersten drei ICE-Generationen* mit konzipiert, entwickelt und auch selbst gefahren. Er war bei der Jungfernfahrt des ICE1 mit an Bord, saß bei den ersten Linienfahrten sowohl des ICE2 als auch des ICE3 selbst am Fahrhebel. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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