Die ganze Familie im Blick

Langzeitarbeitslose finden mit Hilfsangebot einen Arbeitsplatz

Wiesbaden - Mit einem speziellen Hilfsangebot für Langzeitarbeitslose sind zum Stichtag Ende 2017 rund 200 Hessen in einen sozialversicherungspflichtigen Job vermittelt worden.

Weitere 160 Teilnehmer gingen einer sozialintegrativen oder geringfügig bezahlten Beschäftigung nach, wie Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) bei einer Zwischenbilanz des Projekts „KoPe“ erläuterte. Die Abkürzung steht für „Kompetenz entwickeln – Perspektiven eröffnen“.

Hessenweit beteiligen sich nach Angaben von Grüttner 16 Träger an dem Projekt, das sich auf freiwilliger Basis an Menschen richtet, die bereits über Jahre arbeitslos sind. Zum 31. Dezember 2017 machten noch rund 560 Teilnehmer mit, das Angebot läuft bis 2019.

Sozialminister Stefan Grüttner zog eine Zwischenbilanz des Hilfeprojekts „KoPe“.

Die Unterstützung gehe weit über eine reine Arbeitsvermittlung hinaus, sagte Grüttner. Neben dem Jobcenter seien etwa die Jugendhilfe und soziale Beratungsstellen eingebunden. So werde die gesamte Situation einer Familie in den Blick genommen.
Oft täten sich Kinder und Enkel von Langzeitarbeitslosen ebenfalls schwer bei der Jobsuche, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. Es sei wichtig, diese Negativspirale zu durchbrechen. Dies gelinge jedoch nur, wenn die Probleme in den Familien von mehreren Seiten angegangen würden, sagte Scheele. Und Eltern, die regelmäßig arbeiten gehen, seien dann gute Vorbilder für die Kinder. Als langzeitarbeitslos gelten Männer und Frauen, die ein Jahr und länger ohne feste Beschäftigung sind. Deren Zahl lag im Juni bei rund 54.000. (dpa)

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