Gartentipps für Oktober

Vor dem ersten Frost: So machen Sie Ihren Garten winterfest

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Gartenbesitzer sollten jetzt Vorbereitungen für den Winter treffen.

Gartenbesitzer aufgepasst: Bevor die ersten Nachtfröste kommen, sollte man wichtige Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit treffen. Wir verraten Ihnen, was jetzt zu tun ist. 

Wenn die letzten sonnigen Oktobertage vorbeigezogen sind und der Winter vor der Tür steht, pausiert das Wachstum der meisten Gehölze. Bevor nun die ersten Nachtfröste kommen, sollten Gartenbesitzer zum Schlussspurt ansetzen und ihren Garten auf den Winter vorbereiten.

Wir haben für Sie die wichtigsten To-dos zusammengefasst.

1. Gartentipp: Laubbeseitigung ist wichtig

Diese Gartenarbeit ist im Herbst selbstverständlich: Das Laub fällt und muss eingesammelt werden. Bei der Gelegenheit auch an mögliches Fallobst denken. Auf dem Rasen Liegengebliebenes sorgt zumindest für gelbe Stellen. Eine nasse Laubschicht kann im ungünstigsten Fall sogar faulen – und das tut dem Rasen gar nicht gut. Also Laub harken. Später im Herbst aber sollten Laubhaufen oder Holzstapel nicht mehr umgeschichtet werden, um Tiere wie Igel, Kröten oder Eidechsen nicht zu stören.

Das aufgesammelte Laub kann man entweder in den Kompost oder als Schutz vor Winterfrost auf Beete oder unter Sträucher streuen. Dabei aber darauf achten, dass das Laub nicht von einem Baum stammt, der Pilz- oder Schädlingsbefall hat. Auch Mulch kann vor Frost schützen. Bei dieser Gelegenheit sollten auch Kübelpflanzen frostsicher (zum Beispiel im Keller) eingelagert werden. 

2. Gartentipp: der ideale Rasenschnitt

Den Rasen können Sie übrigens bis in den November hinein mähen. Je nach Witterung wachsen die Halme noch bis zum ersten strengen Frost. Lassen Sie bei Ihrem letzten Schnitt jedoch die Halme auf einer Länge von ungefähr vier Zentimetern stehen. So können sie im Winter vom Schnee nicht völlig plattgedrückt werden und modern. „Schneeschimmelbefall“ heißt das bei Fachleuten.

Besonders kaliumhaltige, stickstoffarme Dünger können die Pflanzen stärken und die Salzkonzentration erhöhen. Dadurch wird der Gefrierpunkt reduziert und somit Frostschäden vermieden.

3. Gartentipp: Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern

Der Rückschnitt hilft den Pflanzen, sich zu verjüngen und im nächsten Frühjahr kräftiger zu wachsen. Im Herbst können zum Beispiel Obstbäume und Hecken, aber auch Büsche und Sträucher zurückgeschnitten werden. Bei den Laubbäumen bietet sich ein Rückschnitt von Ahorn, Birke und Pappel an.

Obstbäume dürfen generell von Oktober bis April zurückgeschnitten werden. Wichtige Ausnahme: Pfirsich und Süßkirche. Den Pfirsich beschneidet man am besten im April oder Mai, die Süßkirsche nach der Ernte im Sommer.

Folgende Pflanzenteile sollten geschnitten werden: abgestorbene Zweige und Äste sowie kranke und schwache Pflanzenteile. Dabei gilt die Devise: lieber zu wenig als zu viel abschneiden. Doch keine Angst, die meisten Sträucher wie zum Beispiel Haselnuss oder Flieder vertragen auch einen radikalen Rückschnitt.  

Bäume dürfen übrigens zwischen dem 1. März und dem 30. September (mit wenigen Ausnahmen) nicht gefällt werden. Planen Sie also eine Baumfällaktion, dann ist der Oktober der ideale Zeitpunkt dafür. 

4. Gartentipp: Frostschutz ist zentrale Aufgabe 

Ebenfalls vor dem ersten Frost sollten die Wasserrohre im Garten geleert werden. Wasserhähne oder Ventile im Winter am besten offenlassen. Auch Regentonnen sollten geleert werden, damit sie im Winter nicht aufplatzen. Eventuell vorhandene Gartenpumpen ausbauen und frostsicher einlagern.

Knollen und Zwiebeln sollten jetzt ausgegraben werden und in einen kühlen und trockenen Raum gebracht werden. 

Insbesondere Obstbäume können unter den starken Temperaturschwankungen im Winter leiden. An klaren Tagen scheint die Sonne, nachts herrscht strenger Frost. Dadurch können sich Risse in der Baumrinde bilden, durch die dann wieder Feuchtigkeit eindringen kann – die nachts gefriert und den Baum schädigt. Ein reflektierender weißer Kalkanstrich kann dem Baum helfen. Ebenso können Filzmatten oder Vlies den Stamm vor Frostschäden schützen.

Übrigens: Viele Pflanzen erfrieren nicht im Winter, sondern vertrocknen. An sonnigen Tagen verdunstet über die Blätter Feuchtigkeit, die Wurzeln im gefrorenen Boden können jedoch kein Wasser aufnahmen und den Bedarf der Pflanze decken. Es kann also sinnvoll sein, Gewächse mit Jute oder Folie vor zu starker direkter Sonnenstrahlung zu schützen. 

5. Gartentipp: Jetzt an Neupflanzungen denken

Wenn Sie sich im kommenden Frühjahr einen blühenden Garten wünschen, sollte Sie bereits im Herbst Kaltkeimer aussäen. Das sind Pflanzen wie zum Beispiel: Tulpen, Schneeglöckchen, Hyazinthen, Narzissen oder Krokusse. Die Blumenzwiebeln sollten doppelt so tief im Boden liegen, wie sie hoch sind und vor dem ersten Frost gepflanzt werden.

Auch unempfindliche Wildgehölze wie Rosen können nun gepflanzt werden. Die Gewächse können so schon vor dem Frühjahr Wurzeln ausbilden und haben dadurch im Frühjahr einen leichteren Start.

Vögel sind auch im Winter für Nistkästen dankbar. 

Last, not least: Vögel kämpfen ums Überleben 

Auch wenn im Winter natürlich keine Brutzeit ist: Nistkästen dürfen gerne draußen bleiben. Sie bieten Singvögeln einen gewissen Schutz vor der Kälte. Und über ein Futterhaus mit etwas artgerechter Nahrung freuen sich Vögel sowieso.  

Wunderbare Gärten: der Wettbewerb der Offenbach Post  

Ganz unabhängig von der Jahreszeit: Die Leser der Offenbach Post haben wunderschöne Gärten. Zahlreiche Menschen haben uns für den Gartenwettbewerb Bilder von ihren grünen Oasen geschickt. Sehen Sie selbst! 

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