Opfer vor allem Kinder

Mehr Gewalt an hessischen Schulen

Wiesbaden - Im vergangenen Jahr sind an hessischen Schulen 1513 Gewaltdelikte angezeigt worden, darunter 62 Fälle, die gegen Lehrer gerichtet waren.

Das geht aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD hervor. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies einen Anstieg um fast 100 Fälle beziehungsweise um vier Angriffe gegen Lehrer, wie aus den Zahlen hervorgeht. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.Unklar bleibt dabei nach Angaben des Ministeriums allerdings, wie stark sich die Zahl der Taten genau verändert hat: "Änderungen beispielsweise im Anzeigeverhalten beeinflussen die Statistik und können zu Schwankungen führen, ohne dass sich der Umfang der tatsächlichen Kriminalität verändert hat", hieß es.

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Die Opfer von Gewaltdelikten waren vor allem Kinder und Jugendliche. So waren unter den Opfer 594 Kinder, 570 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, 106 Heranwachsende im Alter von 18 bis 20 Jahren und 211 Erwachsene. Unter den Tatverdächtigen waren 427 Kinder, 812 Jugendliche, 161 Heranwachsende und 259 Erwachsene. In der im April veröffentlichten Statistik des Landeskriminalamtes zu Straftaten an Schulen war für 2017 ein leichter Anstieg verzeichnet worden.

Unter den 6079 aufgelisteten Vergehen waren nicht nur Gewaltdelikte, sondern beispielsweise auch Fahrraddiebstähle, Bedrohungen und sogenannte einfache Körperverletzung. Dazu zählten etwa auch Fälle, wenn Kinder nach einer Schubserei zu Boden stürzten. (dpa)

Schmierereien an der Ricarda-Huch-Schule: Bilder

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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