Autobauer in ganz Hessen erfolgreich

BMW gibt in Offenbach und Dreieich Gas

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Eine große Niederlassung besitzt der bayerische Autohersteller BMW auf der Hanauer Landstraße in Frankfurt. Nicht nur dort verkauft er erfolgreich Fahrzeuge.

Frankfurt - BMW ist in Hessen auf der Überholspur. Das zeigen die Zahlen des Niederlassungsverbunds Mitte. Erfolgreich entwickeln sich auch die Geschäfte in Offenbach und Dreieich. Von Marc Kuhn

„Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück“, sagte Uwe Holzer, Leiter des Niederlassungsverbunds Mitte, gestern in Frankfurt bei der Vorstellung der Bilanz für 2017. Er spricht auch von einer guten Entwicklung an den Standorten Offenbach und Dreieich. Die Niederlassungen zählen ebenso wie die in Frankfurt, Darmstadt und Kassel zu dem Verbund Mitte.

Die Dependancen in Offenbach und Dreieich sind zusammengelegt worden, wie Holzer weiter erklärte. Er spricht von Synergieeffekten. Interne Abläufe seien angeglichen, Personal sei nicht abgebaut worden. Von Offenbach aus wird das Geschäft von BMW mit den Behörden im Rhein-Main-Gebiet gesteuert. Zudem ist hier der Karosserie- und Lackierstandort von BMW Mitte angesiedelt. In Dreieich ist das Motorradzentrum des Unternehmens und das Großkundengeschäft untergebracht. Darüber hinaus gebe dort das nach München zweitgrößte Gebrauchtwagenzentrum der Welt von BMW, berichtete Holzer.

Uwe Holzer leitet den Niederlassungsverbund Mitte.

Die zusammengelegten Niederlassungen in Offenbach und Dreieich haben im vergangenen Jahr ihren Umsatz um fast 40 Prozent auf etwa 319 Millionen Euro erhöht. Die Steigerung der Erlöse gehe vor allem auf die Zahl der verkauften Pkw zurück, erläuterte Holzer. Insgesamt wurden 13 145 Autos verkauft, fast 26 Prozent mehr als 2016. Die Zahl der abgesetzten Neuwagen stieg um mehr als 117 Prozent auf über 3 770. Mit 9 054 gebrauchten Wagen wurde eine Steigerung von fast sieben Prozent erzielt. Zudem seien 2017 rund 320 Motorräder ausgeliefert worden, 27 Prozent mehr als im Vorjahr, berichtete BMW.

Der bayerische Autohersteller hat im vergangenen Jahr in Offenbach etwa 300 000 Euro investiert, in Dreieich rund 800  000 Euro. Insgesamt hat der Niederlassungsverbund Mitte 4,1 Millionen Euro ausgegeben.

Die Digitalisierung stehe bei den Investitionen im Fokus, berichtete Holzer. So könnten BMW-Kunden über das Internet Termine vereinbaren. Zudem würden die Berater die Wünsche von Kunden auch per iPad aufnehmen. „Das schafft enorme Transparenz“, erklärte Holzer.

„Der Verbund leistet einen wichtigen Beitrag zum Gesamtabsatz auf dem deutschen Markt“, erklärte Holzer. In seinen Niederlassungen Frankfurt, Darmstadt und Kassel sowie Offenbach und Dreieich erzielte er im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 651,6 Millionen Euro – 1,7 Prozent mehr als 2016. Insgesamt verkauften die fünf Niederlassungen und Mini Frankfurt fast 22 940 Fahrzeuge, was einem Plus von knapp einem Prozent entspricht. Im Dezember beschäftigte der Verbund 820 Mitarbeiter, über 140 von ihnen waren Auszubildende.

Mit 10.955 ausgelieferten Neuwagen wurde das Geschäft des Vorjahres leicht übertroffen. Bei den Gebrauchten wurde im Niederlassungsverbund eine Steigerung von 1,3 Prozent erzielt. Nahezu 11.430 Autos wurden verkauft.

Bei den vom Skandal geplagten Dieselfahrzeugen hat es nach den Worten von Holzer beim „Gesamtvolumen“ kaum Veränderungen gegeben. Bei den sogenannten Flottenautos von BMW, bei denen Firmen mindestens zehn Pkw pro Jahr abnehmen, lag der Dieselanteil 2016 bei 93 Prozent. Im vergangenen Jahr sank er auf 89 Prozent. Im Privatkundengeschäft ging der Dieselteil im gleichen Zeitraum von 50 auf 45 Prozent zurück.

Nach wie vor an erster Stelle der beliebtesten Modelle steht bei den Kunden des Niederlassungsverbunds Mitte der BMW 1er mit fast 1980 verkauften Fahrzeugen. Es folgen der 5er mit nahezu 1590 und der BMW 3er mit mehr als 1430 Autos. „Mit ihrer gesteigerten Fahrdynamik, modernster Konnektivität und innovativer Bedienung hat der neue BMW 5er die Erfolge seiner Vorgänger fortgeführt“, sagte Holzer. „Auch hier in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet stieß die sportliche Business Limousine auf große Nachfrage.“ Vor allem im Vertrieb an Flottenkunden hätten die Verkaufszahlen um über 50 Prozent zugelegt.

Neue Motorräder 2018: Retro bleibt im Trend

Gut verkauft haben sich im Niederlassungsverbund Mitte darüber hinaus die Modelle der Marke Mini. „Mini war 2017 bundesweit sehr erfolgreich und mit einem Verkaufsplus von 13,5 Prozent liegen wir deutlich über unseren Erwartungen“, erklärte Holzer. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge lag über 1741. Erfolgreich sei zudem der 2017 eingeführte Mini-Countryman der dritten Generation gewesen. „Hier konnten wir aus dem Stand 216 Einheiten verkaufen“, so Holzer.

Bei den Motorrädern waren vor allem die Gebrauchten gefragt, erklärte BMW. Mit 233 verkauften Einheiten habe der Niederlassungsverbund Mitte ein Plus von 23,3 Prozent. Insgesamt konnte der Absatz der ausgelieferten Motorräder um 7,4 Prozent erhöht werden, von 516 auf 554 Motorräder.

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