Uni Gießen steuert um: Was nun für das Wintersemester geplant ist - Prüfungen großes Thema

Die Uni Gießen hat nach dem Hacker-Angriff und der Corona-Krise zwei schwierige Semester weitgehend hinter sich. Doch auch um das anstehende Wintersemester gibt es noch Fragezeichen.
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Die Uni Gießen hat nach dem Hacker-Angriff und der Corona-Krise zwei schwierige Semester weitgehend hinter sich. Doch auch um das anstehende Wintersemester gibt es noch Fragezeichen.

Nachdem an der Uni Gießen das Sommersemester aufgrund der Corona-Krise weitgehend digital über die Runden ging, fragen viele Studenten und Angestellte: Wie geht es im Wintersemester weiter?

  • Uni Gießen steuert im Umgang mit Corona-Gefahren um
  • Wintersemester soll „Hybrid-Semester" werden
  • Viele Unsicherheiten rund um bevorstehende Prüfungsphase

Gießen - Von »maximal digital« zu möglichst viel persönlicher Begegnung: Die Justus-Liebig-Universität steuert um im Umgang mit den Corona-Gefahren. Das Wintersemester solle – wenn die Pandemie-Lage es zulässt – ein »Hybrid-Semester« mit einem ausgewogenen Mix von digitalen Formaten und Präsenzlehre werden. Das erklärt JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee in einem aktuellen Rundschreiben an Bedienstete und Studierende. 

Im »für uns alle extrem herausfordernden Corona-Sommersemester« sei zwar eine gewisse Routine des Austauschs über das Internet entstanden. Aber: »Es wird immer klarer, dass es genauso im Herbst nicht weitergehen sollte. Vieles funktioniert zwar digital ganz wunderbar – große Vorlesungen zum Beispiel. Wir haben aber festgestellt, dass kontroverse Diskussionen und direkter Austausch – beides unabdingbar für eine lebendige Universität –, aber auch vermeintliche Kleinigkeiten wie der Smalltalk am Rande von Veranstaltungen sich nicht eins zu eins auf einen Bildschirm übertragen lassen.«

Uni Gießen: Viele Details für Wintersemester sind noch zu klären

Sowohl in der Verwaltung als auch in den Dekanaten der Fachbereiche würden derzeit Konzepte entwickelt. »Zweifelsohne werden weiterhin digitale Formate eine sehr wichtige Rolle spielen – voraussichtlich je nach Studiengang in unterschiedlicher Art.« Zu klären seien viele Details von der Raumvergabe und der Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln bis hin zu der »ganz zentralen Frage, wie die Erst- und Zweitsemester unsere Universität trotz Corona kennenlernen und erleben können«. Der Krisenstab der JLU werde in der letzten Vorlesungswoche Weichenstellungen für das nächste Semester beschließen und voraussichtlich am 16. Juli informieren. 

Ob dieser Fahrplan dann eingehalten werden kann, hänge maßgeblich von der Infektionslage ab. Weiterhin müsse man bei allen Planungen »auf Sicht fahren« und müsse gegebenenfalls wieder kurzfristig umsteuern, so Mukherjee. 

Uni Gießen: Unsicherheiten bei Studenten vor Prüfungsphase

Vor gut drei Wochen hatte der Uni-Präsident in der Senatssitzung noch gesagt, im Wintersemester solle es Präsenz-Veranstaltungen vornehmlich bei Inhalten geben, die digital schwierig zu vermitteln sind, zum Beispiel Laborpraktika. Im aktuellen Rundschreiben geht Mukherjee außerdem ein auf die bevorstehende Prüfungsphase. »Uns erreichen viele berechtigte Anfragen von Studierenden, die sich wegen der großen Belastungen in diesem Semester eine Freiversuchsregelung für Klausuren wünschen. Das Präsidium hat dafür großes Verständnis und unterstützt die Bitten.« Die Senatskommission Studiengänge habe mittlerweile einen Vorschlag für eine umfassende und rückwirkend geltende Freiversuchs-Regelung vorgelegt. Darüber soll der Senat in am 15. Juli beraten. 

Die erste virtuelle Sprechstunde des Präsidiums in der vergangenen Woche sei rege genutzt worden, erklärt Mukherjee. »Wir freuen uns über die gute Resonanz und die zahlreichen Fragen. Das Format werden wir sicher zu gegebener Zeit wiederholen.« kw

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