Fälle häufen sich

Immer wieder Giftköder gegen Hunde

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Die Warnungen der Polizei vor Giftködern gegen Hunde haben sich zuletzt gehäuft. Oft legen Hundehasser auch Fleischbällchen aus, die mit Rasierklingen und Stecknadeln präpariert sind.

Offenbach - Die Warnungen der Polizei vor Giftködern gegen Hunde haben sich zuletzt gehäuft. Oft legen Hundehasser auch Fleischbällchen aus, die mit Rasierklingen und Stecknadeln präpariert sind.

Erst kürzlich wurden in Offenbach längliche Brötchen entdeckt, in denen unter anderem Tabletten steckten. Ein ähnlicher Fall wurde kürzlich im mittelhessischen Linden vermutet: Eine Spaziergängerin konnte ihrem Hund das mit blauen Kugeln versehene Fressen gerade noch wegnehmen. Die Stadt Frankfurt warnte zuletzt vor wenigen Tagen vor Giftködern im Stadtwald, auch im südhessischen Babenhausen wurde ein präpariertes Stück Wurst gefunden, zuvor hatte ein Hund in Mainhausen einen vergifteten Köder gefressen.

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"Ich denke, dass es zwei Gründe gibt, warum so etwas getan wird", sagt die Landestierschutzbeauftragte Hessen, Madeleine Martin. "Das sind Menschen, die Hunde nicht mögen. Und es ist Freude an Zerstörung." Zuverlässige Zahlen über die Fälle gebe es nicht. "Es gibt keine Pflicht, so etwas zu melden." Tierschützer vermuten, dass die Halter der Tiere das auch eher nicht tun.

Leserbilder zum Welthundetag 2017 (Teil 1)

Für Daniela Müller von der Geschäftsstelle des Landestierschutzverbandes Hessen sind es "Hundehasser", die so etwas tun. Als Begründung für diese Haltung könne "die ganze Palette der Emotionen" herangezogen werden - auch "Katzenfreunde, die sich über Hunde ärgern". Andere Tierschützer berichten, auch Hundehaufen könnten Auslöser für Giftköder sein. (dpa)

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