Offenbachs Bürgerbüro und Kreis betroffen

Nach Hackerangriff: Behörden können wieder arbeiten

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Offenbach/Darmstadt - Die Zulassungsbehörden der Region - unter anderem von der Stadt und dem Kreis Offenbach - sind von einem Hacker-Angriff betroffen.

Nach einem Hackerangriff auf Zulassungsbehörden in Hessen und Rheinland-Pfalz sind die Probleme behoben. Die betroffene Software stehe wieder zur Verfügung, teilte ein Sprecher des kommunalen IT-Dienstleisters Ekom 21 in Darmstadt mit. Einige Zulassungsstellen bleiben dennoch geschlossen. Derzeit ist noch unklar, wie es zu dem Angriff kommen konnte und ob Daten gestohlen worden sind. In den frühen Morgenstunden waren in Hessen 23 von 25, in Rheinland-Pfalz alle 39 Zulassungsstellen, von einem Hackerangriff betroffen. Auch die Region ist davon betroffen: So wurden die Zulassungsstellen der Stadt und des Kreises Offenbach, des Main-Kinzig-Kreises und des Landkreis Darmstadt-Dieburg durch den Angriff getroffen. Der Kreis Offenbach schrieb auf seiner Facebook-Seite: „Wegen technischer Probleme hat die KFZ-Zulassung geschlossen. Davon betroffen sind auch die Außenstellen.“

Auch das Offenbacher Bürgerbüro ist vom Hacker-Angriff betroffen: Aufgrund des Angriffs sind deshalb keine Zulassungsangelegenheiten möglich. Die für heute gebuchten Terminkunden - etwa 100 Stück - wurden für Dienstag und Mittwoch mit Ausweichterminen versorgt. In Folge dessen müssen Kunden am morgigen Dienstag und am Mittwoch mit Wartezeiten trotz ihrer Terminbuchung rechnen. „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für unsere Kunden“, teilt Offenbachs Amtsleiterin Martina Fuchs mit. „Diese haben aber überwiegend mit Verständnis reagiert.“ Laut Fuchs sind keine Daten in Offenbach gehackt worden, die Sicherheit der Daten wird vom Rechenzentrum gewährleistet. „Die Sicherheitsmaßnahmen hatten jedoch den Totalausfall des Systems zur Folge.“

Alle betroffenen Rechenzentren in Hessen und Rheinland-Pfalz haben aus Sicherheitsgründen die Anwendungen und Server unverzüglich und vorsorglich vom Netz genommen. Wie auch die Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg berichtet, ist auch die KfZ-Zulassungssoftware betroffen. Auch dort wurden die Systeme sofort isoliert und gesperrt. Aktuell arbeiten die Spezialisten-Teams in Hessen und Rheinland-Pfalz an der sicheren Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft. Das Landeskriminalamt und das Kompetenzzentrum des Landes Hessen für Cybersicherheit wurden eingeschaltet. Auch Strafanzeige wurde erstattet. Erst vor einigen Tagen musste auch der Bundestag in Berlin eine Cyber-Attacke über sich ergehen lassen.

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dani

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