Zahlreiche Vergehen

Großeinsatz in Shisha-Bars: Polizei mit lebensgefährlicher Entdeckung

Dicke Luft durch Shisha-Pfeifen war nur ein Problem, das Fahnder in Gelnhausen bei Hanau aufdeckten
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Dicke Luft durch Shisha-Pfeifen war nur ein Problem, das Fahnder in Gelnhausen bei Hanau aufdeckten (Symbolbild).

Mit einem Großaufgebot haben Zoll und Polizei Shisha-Bars in Gelnhausen bei Hanau durchsucht. Sie decken etliche Verstöße auf – und machen eine beunruhigende Entdeckung.

Gelnhausen – Die Polizei ist am Freitagabend (24.09.2021) mit einem Großaufgebot ausgerückt: Beamte der Polizeistation Gelnhausen, Kollegen der Bereitschaftspolizei aus Mühlheim, Fahnder des Zolls aus Frankfurt sowie der Steuerfahndung des Finanzamtes Offenbach waren bei Hanau im Einsatz.

Ihr Ziel waren drei Shisha-Bars in der Innenstadt von Gelnhausen für „breitgefächerte Kontrollen“, wie ein Polizeisprecher mitteilt. Während die Polizei prüfte, ob die Jugendschutzvorschriften eingehalten werden, kontrollierte der Zoll den Shisha-Tabak. Wurde er ordnungsgemäß versteuert? Die Steuerfahndung sah sich derweil die Kassenbücher genauer an.

Großeinsatz in Shisa-Bars in Gelnhausen bei Hanau: Betreiber versuchen Tabak zu verstecken

Die Bilanz nach den umfangreichen Durchsuchungen: „Keine der drei Shisha-Bars war ohne Beanstandungen“, so die Polizei. Bei zwei von drei Kassenprüfungen stellten Steuerfahnder Verstöße fest. Außerdem beschlagnahmte der Zoll in allen drei Bars insgesamt über 45 Kilogramm Shisha-Tabak, „der teilweise nicht versteuert war oder der sich in Gebinden befand, an denen nicht mehr nachvollziehbar war, ob er jemals versteuert war“, teilte die Polizei mit.

Offenbar sprachen sich am Freitagabend (24.09.2021) die Razzien in Gelnhausen rasch herum. Als die Beamten in der dritten Bar ankamen, hatten die Betreiber laut Polizei den kompletten Shisha-Tabak bereits im Keller versteckt – allerdings ohne Erfolg.

Razzien in Shisa-Bars in Gelnhausen nahe Hanau: Kohlenmonoxid-Alarm in einem Lokal

Nicht nur im Keller, auch im Lokal selbst machten die Beamten eine Entdeckung, die aber beunruhigender und gefährlicher war als möglicherweise unversteuerter Tabak. Ein mitgeführtes Kohlenmonoxid-Messgerät schlug Alarm – und zeigte eine zu hohe Konzentration des giftigen Gases an. Die Folge: Alle Gäste mussten vorübergehend die Bar verlassen und die Räume durchgelüftet werden.

Die Polizei betont, dass die zu hohen Kohlenmonoxid-Werte rasch lebensgefährlich für die Bar-Besucher hätten werden können. „Die Kontrollen zeigen uns, dass sich die Verantwortlichen in vielerlei Hinsicht nicht an die geltenden Vorschriften halten. Insbesondere zu hohe Kohlenmonoxidwerte können schnell eine erhebliche Gesundheitsgefahr darstellen. Wir werden das Ganze künftig noch stärker im Blick haben“, resümiert der neue Leiter der Polizeistation Gelnhausen, Polizeihauptkommissar Kai Gottschalk, und kündigt weitere Kontrollen an.

Die Polizei in Langenselbold musste auch schon zu einem solchen Lokal ausrücken – wegen einer Schlägerei in einer Shisha-Bar. (Julian Dorn)

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