In diesem Jahr fast verschwunden

Hantavirus ist in Hessen auf dem Rückzug

Wiesbaden - Das von Mäusen übertragene Hantavirus ist nach einem großen Anstieg 2017 in diesem Jahr fast verschwunden.

Von Jahresbeginn bis zum Stichtag 12. Juli hat sich nach Angaben des hessischen Sozialministeriums lediglich ein Mensch im Land mit dem Virus angesteckt, und zwar im Januar. Im vergangenen Jahr waren es im selben Zeitraum schon 82, bis zum Jahresende 103 Fälle in Hessen.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts variiert die Häufigkeit der Erkrankung von Jahr zu Jahr und ist von der lokalen Größe der Nagetier-Population abhängig. So gab es zum Beispiel 2009 nur vier Fälle, im Jahr darauf mit 174 aber die bisher höchste Zahl seit Jahrtausendbeginn.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Die Symptome ähneln meist einer Grippe. Über drei bis vier Tage kann es zu hohem Fieber mit Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen kommen. Der Erreger wird über den Kot, Urin oder Speichel von Nagetieren wie Rötel- und Brandmäusen übertragen. Menschen stecken sich vor allem beim Reinigen von Scheunen, Schuppen oder Ställen an, wenn sie kontaminierten Staub aufwirbeln. (dpa)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa-avis (Archiv)

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