Experten schlagen Alarm

In Hessen drohen Dürre und Trinkwasserknappheit

Wiesbaden - Die extreme Trockenheit lässt Wasserversorger um das Trinkwasser fürchten. Besonders betroffen: Südhessen, das Rhein-Main-Gebiet mit den Großstädten Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt sowie zahlreiche Taunus-Kommunen.

Seit Juli 2016 fiel so wenig Regen, dass Experten Alarm schlagen. "Es geht Richtung Dürre", sagte Gerhard Brahmer, Dezernatsleiter Hydrologie und Hochwasserschutz beim Hessischen Landesamt für Naturschutz und Geologie in Wiesbaden.

Weil Nachschub von oben fehlt, sprudeln die Trinkwasserquellen für rund 2,2 Millionen Menschen im Rhein-Main-Gebiet nicht mehr so kräftig wie gewohnt. "Zum Teil haben wir nur 30 Prozent der Menge des langjährigen Mittels", sagt der Sprecher des Versorgers Hessenwasser, Hubert Schreiber.

Der Versorger zieht das Nass aus Quellen in Odenwald, Taunus und Spessart. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland rief zum Wassersparen auf. Zudem solle Trinkwasser verstärkt aus Flüssen gewonnen werden, um Grundwasser zu schonen. Dazu böten sich Main und Rhein an. (dpa)

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