Vier Wochen verschwunden

In Ägypten vermisster Gießener Schüler wieder in Deutschland

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Nun bestätigt es der Vater: Der junge Mann aus Hessen wurde in Ägypten festgenommen - nun ist der 18-Jährige wieder in Deutschland.

Vier Wochen war ein 18-jähriger Gießener in Ägypten vermisst. Nun gibt es eine Wende in dem Fall. Familie, Freunde und Unterstützer sind erleichtert.

Vermisster Gießener Schüler in Frankfurt gelandet

Update vom 14. Januar 2018, 9.38 Uhr: Wie die Giessener Allgemeine* online berichtet, ist der in Ägypten vermisste Gießener Schüler wieder in Deutschland. Der 18-Jährige sei demnach in Frankfurt gelandet heißt es. Sein Vater hatte sich erst am Sonntag auf den Weg nach Ägypten gemacht, um seinen Sohn zu suchen. 

Die ägyptischen Behörden hätten lange Zeit abgestritten, dass sich der 18-Jährige in dem Land befinde. Erst vergangenen Donnerstag habe das Auswärtige Amt bestätigt, dass sich der seit über drei Wochen vermisste 18-jähriger Gießener in Gewahrsam der örtlichen Behörden befinde.

Vermisster Gießener in Ägypten - Auswärtiges Amt bestätigt Vater: Festnahme wegen Terrorverdacht

Gießen - Nun scheinen sich die schlimmen Befürchtungen der Familie des in Ägypten vermissten 18-jährigen Isa aus Gießen zu bewahrheiten, wie die Gießener Allgemeine Zeitung* bestätigt: "Das Auswärtige Amt hat mir mitgeteilt, dass mein Sohn in Luxor wegen Terrorverdachts festgenommen wurde", erklärt der Vater des Schülers gegenüber der Gießener Allgemeinen Zeitung. Er sei in einer Passkontrolle aufgegriffen worden. Seine Vermutung: Die Festnahme durch die ägyptischen Behörden war eine "Rache" des Machtapparats, weil er - der Vater - sich für Menschenrechte einsetze und gegen die Regierung vor Ort sei. Kontakt zu seinem Sohn hat er weiterhin nicht.

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Auswärtiges Amt bestätigt: Hesse wegen Terrorverdachts in Ägypten festgenommen

Bereits am Mittwoch hatte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes bestätigt, die deutsche Botschaft in Kairo stehe "in ganz engem Kontakt" mit den ägyptischen Behörden. Man bemühe sich mit Nachdruck, "um Aufklärung des Verbleibs" des jungen Mannes.

Nach Festnahme in Ägypten: Familie in Gießen in großer Sorge

Wie diese Zeitung bereits im Dezember berichtete, flog Isa von Frankfurt nach Luxor, wollte von dort weiterreisen nach Kairo, um dort - so die Darstellung des Vaters - seinen kranken Großvater zu besuchen. Doch in der Hauptstadt Ägyptens kam der 18-Jährige nie an. "Vielleicht war die Reiseroute für die Behörden verdächtig, weil mein Sohn nicht direkt nach Kairo geflogen ist", mutmaßte der Vater damals gegenüber dieser Zeitung. Den Umweg über Luxor habe der Schüler aber schlicht aus Kostengründen gewählt. Auch eine Namensverwechslung hielt er für denkbar.

Die Familie in Gießen ist in großer Sorge: "Ich habe Angst, dass mein Sohn irgendwann einfach erschossen wird, ich ihn nie wiedersehe", sagt Isas Vater.

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Vater wendet sich in einer Petition an den Außenminister Heiko Maas

In einer Petition hatte sich der Vater des Schülers aus Gießen zuletzt direkt an Außenminister Heiko Maas und das Auswärtige Amt gewandt. "Die Sorge um unseren Sohn Isa zerfrisst mich und meine Frau", schreibt der Vater auf der Plattform change.org. Dort hat er die Petition ins Leben gerufen. Innerhalb kurzer Zeit hatten sie knapp 45.000 Menschen unterzeichnet.

Von Florian Dörr

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