Kommt Digitalisierung in Schule zu kurz?

Was in Hessen noch falsch läuft

Offenbach - Die Unterschiede bekommen Kinder und Jugendliche fast jeden Tag zu spüren: Schule in Hessen ist oft noch analog und die Lebenswelt der Schüler schon lange digital.

„Die Digitalisierung kommt an den Schulen zu kurz“, sagt der hessische Landesschulsprecher Fabian Pflume. Die Landesregierung hat inzwischen auf die problematische Spaltung reagiert: Zuständig für die Ausstattung sind zwar die Städte und Kreise als Schulträger. „Gleichwohl unterstützt Hessen als einziges Bundesland seine Schulträger finanziell bei der IT-Ausstattung der Schulen“, sagt der Sprecher des Kultusministeriums, Stefan Löwer.

Medienbildung hat nach seinen Angaben in Hessen seit Jahresbeginn Vorrang bei der Lehrerfortbildung. Denn auch bei der Vorbildung der Pädagogen und der Situation in den Schulen gibt es große Unterschiede. Der Landeschef des Verbands Bildung und Erziehung, Stefan Wesselmann, stellte fest: „Wir haben die volle Bandbreite zwischen den beiden Extremen“: Schlecht ausgestattete Schulen mit Lehrern, die mehr wollen und können – und Schulen mit moderner Technik, die über den Kopf des Kollegiums hinweg angeschafft wurde. (dpa/psh)

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