Hessen

Zahlreiche Unfälle: Schnee sorgt für Chaos auf den Straßen

Das Winter-Wetter hat in Hessen für zahlreiche Unfälle gesorgt. Autos kamen wegen Schnee und Eis von den Straßen ab oder krachten gegen Hauswände. Es besteht weiterhin Glättegefahr.

  • In der Nacht von Samstag auf Sonntag (17.01.2021) hat es vielerorts in Hessen geschneit.
  • Der Schnee sorgte für rutschige und glatte Straßen - Unfälle waren die Folge.
  • Doch in einigen Orten nutzten Menschen den Schnee, um mit Autos zu driften.

Darmstadt/Frankfurt/Offenbach - Schnee und Eis haben in Hessen am Sonntag (17.01.2021) Chaos auf die Straßen gebracht. Es kam zu zahlreichen Unfällen wegen des Winterwetters. Etwa im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind einige Fahrzeuge in der Nacht zum Sonntag auf der schneebedeckten Fahrbahn abgerutscht, wie die Polizei in Darmstadt mitteilte. In Weiterstadt-Gräfenhausen und Dieburg seien Autos gegen Hauswände gefahren. Im Keis Bergstraße seien zwei entgegenkommende Fahrzeuge kollidiert. Personen seien aber nicht verletzt worden.

Das Polizeipräsidium Südhessen berichtet außerdem von Unfällen in Ginsheim-Gustavsburg, Bensheim, Mörlenbach und Rüsselsheim, bei denen Autos von der schneebedeckten Fahrbahn abkamen und in die Böschung rutschten, (Rüsselsheim), an eine Straßenlaterne stießen (Gustavsburg), eine Umzäunung (Bensheim) durchbrachen oder mit einem geparkten Fahrzeug kollidierten (Mörlenbach). In der Industriestraße in Viernheim kamen zwei sich entgegenfahrende Fahrzeuge ins Rutschen und stießen zusammen. In allen Fällen blieb es der Polizei zufolge bei Sachschäden.

In Hessen hat der Schnee für zahlreiche Unfälle auf glatten Straßen gesorgt. (Symbolbild)

Unfall im Kreis Limburg-Weilburg: LKW kippt wegen Schnee und Glätte um

Auf der Bundesstraße 49 im Landkreis Limburg-Weilburg sorgte ein mit Mandarinen beladener LKW in der Nacht zum Sonntag sowie am Morgen für Verkehrsbehinderungen, wie die Polizei mitteilte. Das Fahrzeug sei zwischen Obertiefenbach und Heckholzhausen auf der glatten Fahrbahn außer Kontrolle geraten und auf die Seite gekippt. Der Fahrzeugführer und der Beifahrer seien bei dem Unfall leicht verletzt worden, konnten sich aber selbst aus dem Fahrzeug befreien. Die Fahrspur der B49 war durch den Unfall zwischen den Anschlussstellen Obertiefenbach und Heckholzhausen in Richtung Gießen voll gesperrt. Kräfte des Technischen Hilfswerks sorgten die ganze Nacht dafür, die Ladung des LKW aus dem Sattelauflieger herauszubringen.

Für die Bergung des LKW mittels Autokran musste die B49 im Kreis Limburg-Weilburg am Sonntagmorgen über einen längeren Zeitraum voll beidseitig gesperrt werden. An dem LKW entstand augenscheinlich wirtschaftlicher Totalschaden und die geladenen Mandarinen mussten entsorgt werden. Die Mittelleitplanke der B49 im Bereich der Unfallstelle wurde ebenfalls laut Polizei „nicht unerheblich“ beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf rund 160.000 EUR beziffert.

Schnee in Hessen führt zu Unfällen: Menschen driften zudem auf Parkplätzen herum

In Frankfurt hingegen sei auf den Straßen wenig los gewesen, so dass es trotz winterlicher Wetterlage keine besonderen Vorkommnisse gab, wie die Polizei mitteilte. Auch in Fulda gab es am Sonntagmorgen laut einer Polizeisprecherin „keine Auffälligkeiten“.

Auf Großparkplätzen in Mörfelden-Walldorf, Groß-Zimmern, Griesheim, Groß-Gerau, Oberzent-Beerfelden, Michelstadt, Rüsselsheim und Riedstadt-Goddelau wurde zum Teil mit mehreren Fahrzeugen gleichzeitig herumgedriftet, meldet das Polizeipräsidium Südhessen. Die Polizei habe teilweise noch PKW-Fahrer angetroffen und klärende Gespräche führen können.

Wetter in Hessen: Weiterhin Schnee und Glätte möglich – Glättegefahr auf den Straßen

Die Menschen in Hessen sollten weiterhin vorsichtig sein auf den Straßen. Auch in der Nacht zum Montag (18.01.2021) kann es glatt werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mitteilte. Am Montag bleibt es demnach meist trocken bei Höchstwerten zwischen drei und fünf Grad, in höheren Mittelgebirgen um den Gefrierpunkt.

Auch in der Nacht zum Dienstag (19.01.2021) warnt der DWD vor Glätte, denn im Laufe der Nacht kann erneut Schnee und Schneeregen vom Himmel fallen. Die Tiefstwerte liegen zwischen minus ein und plus ein Grad, im Bergland bis minus drei Grad. Der Dienstag wird regnerisch bei Höchsttemperaturen zwischen zwei und fünf Grad. In den Hochlagen der Mittelgebirge sind vorübergehend Schnee mit Glätte und zeitweise stürmische Böen möglich, vormittags wird gefrierender Regen nicht ausgeschlossen. (ial mit dpa)

In anderen Teilen Deutschlands ist es ebenfalls zu Unfällen auf glatten, verschneiten Fahrbahnen gekommen.

Rubriklistenbild: © Samuel Golay/dpa

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