Bildung

Hessen: Ministerium schafft umstrittene Lernmethode in Schulen ab

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Hessen plant weitreichende Änderungen im Bildungssektor. (Symbolfoto)

In Hessen darf zukünftig nicht mehr nach dem Gehör zu schreiben gelernt werden, wie das Kultusministerium mitteilt.

Wiesbaden – Das Land Hessen* schafft zum kommenden Schuljahr eine umstrittene Lernmethode ab. Dabei handelt es sich um das „Schreiben nach Gehör“. Bislang war es den Lehrern an hessischen Grundschulen selbst überlassen, auf welche Weise sie den Schülern das Schreiben beibringen. Dies ist Teil eines Maßnahmenpakets, das Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Mittwoch (24.06.2021) vorstellte. Damit sollen die Fähigkeiten und Kenntnisse von Kindern und Jugendlichen in der deutschen Sprache verbessert werden.

Bei der Methodik des „Schreibens nach Gehör“, welche als umstritten gilt, haben Kinder zunächst gelernt, Worte zu aufzuschreiben, wie sie klingen. Die eigentlichen Schreibregeln wurden bislang erst in späteren Klassenstufen angewandt. Ab dem Schuljahr 2022/2023 sollen die Lehrkräfte bereits ab dem zweiten Halbjahr der ersten Klasse Fehler gemäß den Regelungen korrigieren – jedoch ohne, dass dies in die Benotung einfließt.

Hessen schafft „Schreiben nach Gehör“ ab

Der Großteil der Maßnahmen bezieht sich auf Chancengleichheit und die Verbesserung der Sprachkenntnisse im Allgemeinen: Das Paket beinhaltet unter anderem Pflichtkurse für alle Vorschulkinder mit Deutschproblemen, zusätzliche Deutschstunden in der vierten Klasse und zusätzliche Leseförderprogramme, wie Lorz erklärte. (tu/dpa)

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