Gegen Bundestrend rückläufig

Weniger Geldautomaten in Hessen in die Luft gejagt

Wiesbaden - Gegen den bundesweiten Trend haben Panzerknacker in Hessen im ersten Halbjahr seltener zuschlagen. Nach vorläufigen Daten des Polizeipräsidiums Mittelhessen gab es zwölf Attacken auf Geldautomaten, im Vorjahreszeitraum wurden 25 registriert.

Nach Einschätzung eines Sprechers des Polizeipräsidiums lässt sich daraus aber kein grundsätzlicher Trend ablesen. Die Lage könne sich im Lauf des Jahres ändern. Während Geldautomatensprenger 2017 eher im Rhein-Main-Gebiet aktiv waren, zieht sich ihre Spur in diesem Jahr quer durchs Land. So wurde im Februar ein Automat in Schaafheim (Kreis Darmstadt-Dieburg) in die Luft gejagt; indes erbeuteten die Täter kein Geld.

Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte bundesweit aktuellen Daten zufolge im ersten Halbjahr 187 Attacken auf Geldautomaten. Im Vorjahreszeitraum wurden etwa 140 Angriffe gezählt, in den ersten sechs Monaten 2016 etwa 180. Das BKA geht daher von normalen Schwankungen aus.

In 80 Fällen erbeuteten Täter bundesweit im ersten Halbjahr bei einer Sprengung Geld, 107 Mal blieb es beim Versuch. Nach den Erfahrungen der Polizei sind meist Banden am Werk, die häufig aus dem Ausland stammen. Die Täter leiten oft Gas oder ein Gasgemisch ein und bringen dieses zur Explosion. Die Sprengungen richteten teilweise größere Schäden an als der Diebstahl des Geldes, hieß es. (dpa/ad)

Unbekannte sprengen Geldautomat in Schaafheim: Bilder

Rubriklistenbild: © dpa

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