Gegen ein bayerisches Modell

Finanzminister Schäfer für Fortsetzung von Schwarz-Grün

Wiesbaden - Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) hat sich für eine Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition nach der Landtagswahl im nächsten Jahr ausgesprochen.

Jede Regierungspartei werde zwar für sich im Landtagswahlkampf kämpfen, sagte Schäfer der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. "Erfolgreich zusammenarbeiten und dann erklären, wir wollen mit einem Anderen regieren, wäre aber nicht glaubwürdig", so der Finanzminister. 

"Wahlen werden über Sachthemen entschieden", betonte Schäfer. "Deshalb brauchen wir einen sehr ordentlichen Streit über den richtigen Weg und nicht nur einen Streit darüber, wer im Schwarz-Weiß-Foto im Unterhemd besser aussieht." Den Menschen müssten in Hessen klare politische Alternativen geboten werden. Das sei eine Lehre aus dem Bundestagswahlkampf.

Der Finanzminister sprach sich entschieden gegen das bayerische Modell aus, den Parteivorsitz der hessischen CDU und das Amt des Ministerpräsidenten personell zu trennen. "Wir haben in Hessen sehr gute Erfahrungen gemacht, die Führung des Landes und der Landespartei in einer Hand zu haben. Da gibt es keine Veranlassung, über eine Veränderung nachzudenken." In Bayern soll Finanzminister Markus Söder den amtierenden Ministerpräsidenten Horst Seehofer dieses Jahr als Regierungschef beerben. Der 68-jährige Seehofer bleibt aber CSU-Chef. (dpa)

Schwarz-grünes Bündnis für Hessen

Rubriklistenbild: © Archivbild: dpa

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