Schäden auf Straßen

Hitzewelle geht weiter: Auch die nächsten Tage über 30 Grad

Offenbach - Tropische Nächte und heiße Tage lassen Hessen schwitzen. Abkühlung ist nicht in Sicht. Die Trockenheit sorgt für einen hohen Trinkwasserverbrauch, Straßenschäden und Einschränkungen bei Festen.

Wer in den kommenden Tagen in der Nacht die Fenster aufreißt, darf kaum mit Abkühlung rechnen. Nach dem Hitzerekord am Dienstag mit 37,7 Grad im nordhessischen Eschwege und 37,2 Grad in Schlüchtern-Herolz (Main-Kinzig-Kreis) folgen weitere warme Nächte und heiße Tage. Der Donnerstag startet mit viel Sonne, bis zum Nachmittag sind einzelne Gewitter möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Die Temperaturen bewegen sich voraussichtlich zwischen 30 Grad in höheren Lagen und 36 Grad in Südhessen.

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Am Freitag kann es vor allem im Bergland zu einzelnen Hitzegewittern kommen. Es bleibt bei schweißtreibenden Temperaturen zwischen 31 und 37 Grad. Auch der Samstag bringt kaum Veränderung mit bis zu 36 Grad. Derweil werden vielerorts die Folgen der Hitzewelle sichtbar. Das Grünflächenamt Wiesbaden beispielsweise schließt laut einer Mitteilung vom Mittwoch wegen der Brandgefahr sämtliche städtische Grillplätze. Die Verkehrsbehörde Hessen Mobil kämpft mit Hitzeschäden auf Autobahnen und Bundesstraßen. Auch Sommerfeste beeinträchtigt die Trockenheit. In Frankfurt wurde das traditionelle Abschlussfeuerwerk des Mainfests abgesagt.

Komplett abgesagt wurde das Musikfestival "Sound of the Forest" am Marbach-Stausee im Odenwald, das eigentlich am Donnerstag losgehen sollte - wegen erhöhter Waldbrandgefahr. Der Trinkwasserverbrauch erreichte bereits am Dienstag einen neuen Spitzenwert. Er schnellte im Rhein-Main-Gebiet am letzten Tag im Juli auf rund 400.000 Kubikmeter Wasser nach oben, wie der Sprecher von Hessenwasser, Hubert Schreiber, sagte. Das waren noch einmal rund 30.000 Kubikmeter mehr als am bisherigen Spitzentag des Jahres, dem 25. Juli 2018. Zum Vergleich: Ein 50 Meter langes Olympia-Schwimmbecken fasst 3750 Kubikmeter Wasser. Am Dienstag wurde in Rhein-Main der Inhalt von rund 107 solcher Becken verbraucht. Der Rekord-Verbrauch von 409.000 Kubikmetern vom 3. Juli 2015 wurde aber nicht erreicht. (dpa)

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Rubriklistenbild: © Michel Winde / dpa

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