Sturmtief "Friederike" erschwert Fahrt zum Krankenhaus

Hilfe für hochschwangere Frau auf gesperrter Straße

Marburg/Kassel - Eine hochschwangere Frau mit Wehen ist wegen des Sturmtiefs "Friederike" beinahe auf einer gesperrten Straße im Landkreis Marburg-Biedenkopf gestrandet. Ein Krankenwagen blieb im Schlamm stecken, eine Frau mit Allradfahrzeug konnte helfen. Nach dem Orkantief dauern die Aufräumarbeiten in Hessen an.

Ein Krankenwagen, der ihr zur Hilfe eilen wollte, sei im Schlamm neben der Straße stecken geblieben, berichtet die "Oberhessische Presse" online. Die Straße war wegen umgestürzter Bäume nicht passierbar. Kurzerhand habe eine Redakteurin der Zeitung eingegriffen, die mit ihrem Allradfahrzeug in der Nähe war. Sie brachte die "stoßweise atmende Frau" sicher durch den Matsch bis ins Krankenhaus, wie es in dem Bericht heißt.

Im am stärksten von "Friederike" betroffenen Gebiet in Nordhessen lief der Verkehr auf den Straßen am Freitagmorgen größtenteils wieder normal, sagte ein Polizeisprecher in Kassel. Einige Nebenstraßen seien allerdings wegen umgestürzter Bäume weiter nicht befahrbar. Auch die A7 war zwischen den Anschlussstellen Hann. Münden-Hedemünden in Niedersachsen und Kassel-Nord weiter gesperrt. Wann die Sperrung wieder aufgehoben werden kann, war am Morgen noch unklar. Autofahrer, die in Richtung Süden unterwegs seien, sollten diesen Bereich großräumig umfahren.

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Das Tief hatte Hessen am Donnerstag mit Wucht getroffen und dabei erhebliche Schäden angerichtet: Lastwagen wurden umgeworfen, Dächer abgedeckt, ein umgeworfener Kran verursachte einen Millionenschaden. Die Bahn stellte den Fernverkehr bundesweit ein. Polizei und Feuerwehr waren im Dauereinsatz. Gegen 16 Uhr hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Orkanwarnung und eine Stunde später auch die Unwetterwarnung für Hessen aufgehoben. Die Polizei in Kassel berichtete von Hunderten Notrufen. Auch Ost- und Mittelhessen waren stark betroffen. (dpa)

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