Entspannung an der Lahn

Hochwasser in Hessen: Anwohner stapeln Sandsäcke

Frankfurt/Wiesbaden/Marburg - Straßensperren und eingestellter Fährverkehr: Im Rheingau hat sich am heutigen Samstag angesichts steigender Pegelstände die Hochwasserlage verschärft.

So lag der Wasserstand bei Oestrich bei rund 4,50 Meter. Das ist zwar noch deutlich unter dem Rekordwert von 5,96 Meter aus dem Jahr 1988, doch bereits bei einem Wasserstand von 4,60 Meter wird die ufernahe B42 erreicht. Am frühen Nachmittag wurde die Straße gesperrt. Auch der Fährverkehr war eingestellt. Anwohner stapelten zum Schutz ihrer Grundstücke in Ufernähe Sandsäcke.

Auch in Wiesbaden bereitete sich die Feuerwehr in den rheinnahen Straßen mit Schutzwänden und Pumpen auf Hochwasser vor. An der Mündung des Lindenbachs in Schierstein wurden bereits am Freitag zwei leistungsfähige Pumpen installiert, um bei weiter steigendem Wasserstand einen Rückstau des Baches und eine Überflutung jenseits der Hochwasserschutzwände zu verhindern.

An der Lahn hingegen entspannte sich die Lage. Im Einzugsgebiet seien in der Nacht nur geringe Niederschläge gefallen, teilte das Hochwassermeldezentrum am Samstag mit. "Die Wasserstände sinken kontinuierlich." Auch in den kommenden Tagen seien weiterhin fallende Wasserstände zu erwarten. So war in Marburg am 3. Januar ein Wasserstand von 4,82 Meter erreicht worden, am Samstag lag der Pegelstand bei etwa 4,15 Meter. Auch in Nordhessen waren die Meldestufen in den meisten Orten bereits unterschritten.

Rhein-Hochwasser steigt schneller als erwartet

Verschiedene Sturmtiefs haben in Deutschland und Europa für große Schäden gesorgt. Städte an Flüssen müssen auch am Wochenende bangen. In Offenbach fiel ein Hausboot dem Hochwasser zum Opfer. (dpa)

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