Im Westen Deutschlands

Krisentouristen und Plünderer: Fußballer aus Osthessen erzählen vom Einsatz im Hochwassergebiet

Bilder die erschrecken: David Altheide aus Rasdorf und Steffen Suppes aus Hofbieber waren als freiwillige Helfer im Hochwassergebiet.
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Bilder die erschrecken: David Altheide aus Rasdorf und Steffen Suppes aus Hofbieber waren als freiwillige Helfer im Hochwassergebiet.

David Altheide und Steffen Suppes wollten nicht wegsehen, sondern helfen. Die beiden dem Fußball verbundenen Osthessen waren Krisenhelfer bei der Flutkatastrophe – und machten schockierende Erfahrungen.

Hofbieber/Rasdorf - „Das macht etwas mit dir. Ich habe schon viele Ehrenämter ausgeübt, habe beispielsweise in einem Kinderhospiz gearbeitet. Aber dass ich weinen musste, immer wieder Gänsehaut bekomme, das kannte ich von mir bislang nicht. Ich bin mir sicher, dass ganz viele freiwillige Helfer noch lange traumatisiert sein werden.“
David Altheide aus Rasdorf hat in Ahrweiler drei Tage lang als Krisenhelfer die Menschen vor Ort bei der Verpflegung unterstützt und berichtet fuldaerzeitung.de von dem Aufenthalt*.
Dabei hat er Geschichten aufgeschnappt und Dinge gesehen, die ihn nachhaltig beschäftigen.

Um all das zu verarbeiten, hat Altheide Tagebuch geführt – öffentlich auf seiner Facebook-Seite. Eindrücklich schildert er dort seinen Aufenthalt und er zieht Resümee. Über allem steht Angst. Angst vor einem neuerlichen Versagen. „Aus diesem offensichtlichen Organisationschaos und dem Warn-Versagen muss man lernen. Es kann einfach nicht sein, dass Jungs und Mädels im Ernstfall Hufe scharrend nicht helfen dürfen, weil irgendwelche Befehlsstrukturen nicht funktionieren. Es gilt, Prioritäten zu setzen.“ *fulderzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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