FDP-Abgeordneter trägt Kritik als Reim vor

Innenminister Beuth verteidigt Büttenrede über Flüchtlingsthema

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Symbolbild

Wiesbaden - Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) hat Kritik an seinem Auftritt bei einer Karnevalsveranstaltung zurückgewiesen. "Eine Büttenrede ist eine Büttenrede", sagt er heute im Landtag in Wiesbaden.

Beuth hatte bei einer Fastnachtssitzung am vergangenen Wochenende in Taunusstein (Rheingau-Taunus-Kreis) die teils falschen Altersangaben von Asylsuchenden thematisiert. Er trete seit 19 Jahren als Redner bei seinem Verein "Die Gockel" auf, sagte der 50-Jährige. "Da bin ich nicht als Minister, da bin ich nicht als Abgeordneter, da bin ich als Peter Beuth." Das müsse in der Gesellschaft möglich sein.

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Er äußere sich dort politisch, aber nicht parteipolitisch. Beuth hatte in der Bütt gereimt: "Manch Flüchtling in 'nem Jugendheim, könnt fast eher Rentner sein." Dies hatte unter anderem bei SPD und Linken Empörung ausgelöst. Sie warfen dem Minister vor, sich über Schwächere lustig zu machen und Stimmen am rechten Rand zu fischen.

Auch FDP-Abgeordnete Wolfgang Greilich reagiert heute im Landtag mit einer Mini-Büttenrede auf den umstrittenen Karnevalsauftritt: "Wir sind meistens schwer gedrückt, wenn Migration ins Zentrum rückt - besonders, wenn Beuth zur Fassenacht Witze auf Kosten der Schwachen macht! Populistisch, aber ohne wirklichen Gag, sucht er Stimmen im rechten Eck. Und die Moral von solchen Geschichten? Der Minister hat's nicht mit dem Dichten. Peter Helau!"

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Beuth betont, der Sinn von Karneval sei, gesellschaftliche Dinge humoristisch aufzunehmen. Er habe über Missbrauch bei der Altersangabe gesprochen - und eben nicht über minderjährige Flüchtlinge. Der "Rechte-Ecke-Reflex" seiner Kritiker treibe Menschen eher in die Arme von Populisten, als die Tatsache, dass man Dinge mal anspreche. (dpa)

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