Hessischer Vorstoß im Kampf gegen Messerattacken

Innenminister fordert Waffenverbotszonen rund um Kitas, Schulen und Bahnhöfe

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Innenminister Peter Beuth fordert Waffenverbotszonen um Schulen, Kitas  und Bahnhöfe.

Wiesbaden  - Hessens Innenminister Peter Beuth macht sich im Kampf gegen Messerangriffe für generelle Waffenverbotszonen stark. Der CDU-Politiker fordert ein bundesweites Waffenverbot rund um Kindergärten, Schulen, Bahnhöfe und bestimmte öffentliche Einrichtungen.

„Waffenverbotszonen können bislang nur dort geschaffen werden, wo bereits Straftaten stattgefunden haben. Hier muss das Bundesrecht nachgebessert werden“, sagte der Innenminister der Deutschen Presse Agentur. Auf hessische Initiative steht das Thema bei der Innenministerkonferenz auf der Agenda. Das Treffen beginnt am heutigen Mittwoch in Quedlinburg in Sachsen-Anhalt.

„Rund um einen Kindergarten hat jemand mit einem Messer oder gar einer Pistole nichts zu suchen“, mahnte Beuth. „Dass wir hier nicht erst auf eine Tat warten dürfen, bevor wir diese Orte durch Waffenverbotszonen besonders schützen können, leuchtet Eltern sofort ein.“

Laut Kriminalstatistik seien in den vergangenen Jahren Körperverletzungs- und Tötungsdelikte mit Messern in Hessen signifikant gestiegen, erläuterte der Innenminister. Wurden 2013 noch 865 Taten mit einem Messer registriert, so stieg die Zahl bis 2017 stetig auf 1194. Die Aufklärungsquote liege zwar mit durchschnittlich über 90 Prozent besonders hoch. Dennoch müsse alles dafür getan werden, dass es nicht zu Messerangriffen kommt.

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„Gezielte Kontrollen in ausgewiesenen Waffenverbotszonen ... können dazu einen wichtigen Beitrag leisten“, erläuterte Beuth. Hessen schafft derzeit auf Landesebene die nötigen Voraussetzungen, damit Kommunen an bestimmten Plätzen Waffenverbotszonen einrichten können. (dpa)

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