Insbesondere Störungen von Herz und Kreislauf

Jeder zehnte Hesse hat einen Schwerbehindertenausweis

Wiesbaden - Jeder zehnte Hesse hat im vergangenen Jahr einen amtlichen Schwerbehindertenausweis besessen. Mehr als die Hälfte aller Betroffenen ist älter als 65 Jahre, wie das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Die Zahl der Schwerbehinderten sank im Vorjahresvergleich um 3,2 Prozent. Am häufigsten lag mit 34 Prozent eine Funktionseinschränkung von inneren Organen vor, insbesondere Störungen von Herz und Kreislauf. Es folgten Querschnittslähmungen, zerebrale Störungen, geistig-seelische Behinderungen und Suchtkrankheiten mit zusammen 28 Prozent.

Unter den schwerbehinderten Menschen waren rund 44 Prozent mehrfach behindert. Mit 294.800 weiblichen und 308.800 männlichen Schwerbehinderten betrug der Frauenanteil 49 Prozent. Laut Mitteilung des Landesversorgungsamts Hessen gab es Ende 2016 noch 134.000 Menschen, die zwar die Voraussetzungen für einen amtlichen Schwerbehindertenausweis erfüllten, diesen aber nicht beantragt haben. Rechnet man diese hinzu, litt insgesamt jeder achte Hesse an einer schweren Behinderung. (dpa)

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