Zeitnot macht Beschäftigte krank

Demos und Warnstreik für mehr Personal an Kliniken

Frankfurt/Gießen/Marburg - Klinikbeschäftigte in Hessen haben heute für mehr Personal demonstriert.

Bei Kundgebungen und Warnstreiks am Klinikum Frankfurt-Höchst sowie am Uni-Klinikum in Marburg und Gießen beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi insgesamt 800 Beschäftigte. Es gehe vor allem um die Entlastung der Pflegekräfte, sagte eine Sprecherin. Auch in anderen Bundesländern hatte die Gewerkschaft zu Warnstreiks aufgerufen. Sie will einen Tarifvertrag zur Arbeitsentlastung erreichen. „Zu wenig Personal heißt zu wenig Zeit", sagte Verdi-Bundesvorstand Sylvia Bühler laut Mitteilung. Die ständige Zeitnot mache die Beschäftigten krank, eine gute Versorgung der Patienten sei unter diesen Umständen oft nicht möglich. „Deshalb führen wir die Auseinandersetzung bundesweit und haben Kliniken verschiedener Träger zu Verhandlungen aufgefordert." Der Vorsitzende der Geschäftsführung des Uni-Klinikums Gießen-Marburg, Gunther Weiß, nannte den Warnstreik einer Mitteilung zufolge „nicht nachvollziehbar". Es gebe einen konstruktiven „Gesundheitsdialog" mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft, um die Arbeitsbedingungen Schritt für Schritt zu verändern und zu verbessern. Dafür brauche es keinen Tarifvertrag. (dpa)

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