Viele Fragen offen

Obduktion soll Hinweise auf tödliche Bissattacke geben

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Säugling stirbt nach Hundebiss.

Frankfurt - Warum hat der Familienhund dem Baby in den Kopf gebissen? Wo waren die Eltern? Die tödliche Bissattacke aus Bad König im Odenwald wirft noch viele Fragen auf.

Warum musste der kleine Jannis aus dem Odenwald sterben? Nach dem tödlichen Biss des Familienhundes in Bad König soll den Ermittlern bei dieser Frage die Obduktion des toten Säuglings helfen. Mit den Ergebnissen wird allerdings erst am späten Mittwoch gerechnet, wie die Staatsanwaltschaft in Darmstadt ankündigte. Die Ermittler werten unterdessen weiter die Spuren aus der Wohnung der Familie in der Kurstadt aus. Noch ist unklar, in welcher Situation und wie genau es zu dem tödlichen Biss gekommen ist. "Kowu", ein fünf Jahre alter Rüde, habe vermutlich im Wohnzimmer in den Kopf des Säuglings gebissen, sagte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann am Mittwoch. Sicher sei das aber noch nicht. Die sichergestellten Spuren müssten noch ausgewertet werden. Die Eltern schweigen zu dem tödlichen Vorfall.

Im Tierheim soll sich der Hund nach der Tat hochaggressiv verhalten haben, hatte eine Polizeisprecherin gesagt. Nach einem ersten Eindruck der Polizei könnte der Hund ein Staffordshire-Mix sein. Zur Liste der gefährlichen Hunde gehört auch der Staffordshire-Terrier. Als Kampfhund registriert war er bei der Stadt nicht. Ob er schon einmal aufgefallen ist, steht noch nicht fest.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen. Sie hält aber auch einen tragischen Unfall für möglich.

Säugling in Bad König stirbt nach Hundebiss

Der kleine Jannis war am Montagabend an seinen schweren Verletzungen gestorben. Der Hund hatte ihm am Nachmittag irgendwo in der Wohnung in den Kopf gebissen. Einzelheiten dazu sind noch nicht bekannt. Der 23 Jahre alte Vater soll sofort die Rettungskräfte verständigt haben. Zunächst sei der Zustand des Säuglings auch noch stabil gewesen, doch dann erlag er seinen schweren Verletzungen. (dpa)

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