Präsentation dennoch kompakter

Kommentar zur Landesgartenschau: Bauzäune und hohe Preise

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Carsten Müller.

Verglichen mit der Gießener Ausstellung von 2014 ist die Bad Schwalbacher Präsentation geradezu kompakt, und es gibt gefühlt mehr zu sehen als im aufgeräumtem Gießener Stadtpark Wieseckaue. Der Besuch lohnt ohne Zweifel, man muss ihn sich aber leisten können. Von Carsten Müller

17 Euro kostet die Tageskarte für Erwachsene, die Familienkarte schlägt mit 40 Euro zu Buche. Immerhin gibt es eine ermäßigte Familienkarte für Alleinerziehende (23 Euro). Und der Aufenthalt ist nicht billig: 2,50 Euro Euro kostet die Eiswaffel (Verkäufer: „Ich muss auch leben“), der Pott Kaffee stolze 3,50 Euro. Solche Preise grenzen viele Menschen aus, widersprechen dem Ansatz zu Teilhabe und Integration. Da die Tarife für Eintritt und Pacht von der städtisch dominierten Gesellschaft festgelegt werden, stellt sich die Frage, ob die erwünschten Impulse für die Grüngestaltung der Kommune nicht allzu teuer erkauft werden. Eine offene Gartenschau wäre wünschenswert, ohne sichtbare und unsichtbare Barrieren wie Bauzäune und hohe Eintrittspreise.

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