Krankenstand bessert sich

Fehltage der Polizei in Hessen rückläufig

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Offenbach - Das Polizeipräsidium Südosthessen zählt zu den hessischen Polizeibehörden mit den meisten Fehltagen pro Person im Jahr 2017. Das geht aus einer Antwort des hessischen Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der SPD-Abgeordneten Nancy Faeser und Günther Rudolph hervor.

Durchschnittlich wurden im Offenbacher Präsidium, zuständig für Stadt und Landkreis Offenbach sowie den Main-Kinzig-Kreis, 30,34 Fehltage pro Person (Fehlzeitenquote: 8,31 Prozent) registriert. Lediglich das Landeskriminalamt (31,01 Tage, 8,5 Prozent), das Polizeipräsidium Mittelhessen (31,65 Tage, 8,67 Prozent) und das Präsidium für Technik, Logistik und Verwaltung (33,32 Tage, 9,12 Prozent) registrierten mehr Fehltage.

Der Durchschnitt der hessischen Polizei, einschließlich der Polizeiakademie, beläuft sich auf 26,99 Tage (7,39 Prozent). Die niedrigste Quote hatte die Bereitschaftspolizei mit 7,25 Prozent (26,44 Fehltage). Im Jahr 2016 waren hessische Polizisten im Durchschnitt noch 29 Tage arbeitsunfähig erkrankt.

Insgesamt ist die Anzahl der Fehltage bei hessischen Polizeibehörden leicht rückläufig, eine Ausnahme bildet lediglich das Präsidium Osthessen in Fulda mit einem leichten Anstieg. Berücksichtigt werden bei der Zählung aufgrund unterschiedlicher Arbeitszeitmodelle die Kalendertage der Abwesenheit, nicht tatsächlich versäumte Arbeitstage. In den Fehlzeiten sind Kuren und Reha-Maßnahmen enthalten.

Bewerberrekord bei der Polizei

Innenminister Beuth erklärte, dass die Landesregierung für einen historischen Stellenzuwachs bei der hessischen Polizei gesorgt habe. „Mit durchschnittlich 26,9 Fehltagen pro Person liegt mir die Fehlzeitenquote bei unserer Polizei insgesamt noch zu hoch“, teilte Beuth mit und fügte an: „Deshalb sorgen wir mit den Einstellungsoffensiven der letzten Jahre für nachhaltige Entlastung und spürbare Verstärkung.“ (cm/dpa)

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