Hakenkreuz

Kreis Bergstraße: Rechtsextremisten in Mörlenbach? Verfassungsfeindliche Symbole gesprüht

An eine Tür zu einer Moschee in Frankfurt wurden Hakenkreuze gesprüht. Bereits zuvor gab es einen ganz ähnlichen Fall.
+
In Mörlenbach (Bergstraße) besprühen Unbekannte Autos. Der Staatsschutz ermittelt wegen verfassungsfeindlicher Symbole. (Symbolbild)

In Mörlenbach werden in der Nacht zwei Autos beschmiert. Der Verfassungsschutz ist Teil der Ermittlungen.

Mörlenbach – Im südhessischen Landkreis Bergstraße haben in der Nacht zum Sonntag (18.04.2021) Unbekannte zwei Fahrzeuge mit Sprühkreide beschmiert. Dabei hinterließen sie verfassungsfeindliche Symbole auf einem der Autos, wie die Polizei mitteilte.

Nahezu vollständig wurden die Autos in der Bonsweiherer Straße besprüht. Dazu sollen die Täter weiße Sprühkreide verwendet haben, mit der sie dann die Parolen malten. Neben einem Hakenkreuz sollen die Täter die Parole „Sieg Heil“ aufgemalt haben.

Verfassungsfeindliche Symbole auf Autos im Kreis Bergstraße – Hakenkreuz und „Sieg Heil“

Das Kriminalkommissariat 10 in Heppenheim ermittelt nun wegen der „Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen“. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, müsse von einer rechtsextremen Motivation hinter der Aktion ausgegangen werden. Dass es sich bei dem Vorfall um Jugendliche gehandelt habe, die lediglich provozieren wollten, könne aber nicht ausgeschlossen werden. In jedem Fall ist auch der Staatsschutz in die Ermittlungen involviert.

Die Polizei Südhessen sucht nach Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können. Unter 06252/7060 oder bei jeder anderen Polizeistelle kann man die Polizei erreichen.

In der Region kam es in letzter Zeit häufiger zu Schmierereien. Hakenkreuze wurden auch in Offenbach und im Main-Kinzig-Kreis an Autos gesprüht. (Sebastian Richter)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion