Bei 220 Sachen!

Raser gefährden zwölf Menschenleben leichtfertig – mildes Urteil überrascht

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Bei einem Autorennen haben zwei Raser das Leben von mindestens zwölf Menschen gefährdet. Dafür sind sie jetzt verurteilt worden.

Sie liefern sich ein illegales Autorennen mit 220 Stundenkilometer auf der Autobahn, gefährden zwölf Menschenleben und bauen einen schweren Unfall – jetzt verurteilt das Gericht die beiden Raser. Das milde Urteil überrascht.

Lampertheim – Zwei Männer waren an einem Sonntag im Juni 2018 mit ihrem BMW M3 und ein Mercedes AMG auf der A659 zwischen Mannheim und Weinheim mit 220 Stundenkilometer unterwegs. „Sie sind mit abartiger Geschwindigkeit an uns vorbeigeflogen. Stoßstange an Stoßstange, Vollgas. Meine Frau hatte Panik“, erklärte ein Zeuge laut bild.de vor Gericht.

Raser überschlägt sich mit Wagen

Erlaubt waren auf dem Autobahnabschnitt allerdings nur 100 km/h. Nicht zu unrecht, wie sich kurz darauf feststellte. Denn der damals 18 Jahre alt Fahrer des BMW verlor die Kontrolle über seinen Wagen, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals. Dabei wurden vier unbeteiligte Autos beschädigt. Der Sachschaden: Etwa 80.000 Euro.

Der 18-Jährige verletzte sich bei dem Unfall leicht, der damals 29-jährige Fahrer des anderen Wagens floh von der Unfallstelle. Später schnappte ihn die Polizei.

Angeklagte gestehen ihre Taten

Jetzt haben die Richter die beiden Raser vor dem Amtsgericht Lampertheim verurteilt. Das milde Urteil mag viele überraschen, denn die beiden Raser gefährdeten laut bild.de das Leben von mindestens zwölf Menschen. Der BMW-Fahrer wurde zu sechs Monaten und 200 Sozialstunden, der Mercedes-Fahrer zu sieben Monaten und einer Zahlung von 2500 Euro an eine Hilfsorganisation, berichtet hessenschau.de verurteilt. Beide müssen zudem noch anderthalb Jahre auf ihren Führerschein verzichten.

Die Richter vertraten die Ansicht, dass es sich um ein illegales Autorennen handelte. Beide Männer gestanden vor Gericht.

Von Christian Weihrauch

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