Verhandlungen mit den künftigen Besitzern laufen

Landgestüts-Hengste sollen nur in gute Hände kommen

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Schlachten ist keine Option: Da die Hengsthaltung im Hessischen Landgestüt aufgegeben wird, sollen die insgesamt acht Tiere verkauft werden. 

Dillenburg/Wiesbaden - Für die zum Verkauf stehenden Hengste des Hessischen Landgestüts gibt es nach Angaben des Umweltministeriums viele Interessenten.

Für die acht Tiere liefen derzeit Verkaufsgespräche, sagte die stellvertretende Ministeriumssprecherin Franziska Richter in Wiesbaden. „Ziel ist, die Pferde in gute Hände abzugeben. “ Der Schlachter sei keine Option. Vor einem Monat hatte das Land angekündigt, sein Gestüt im mittelhessischen Dillenburg anders als geplant doch nicht zu schließen – allerdings die Hengsthaltung und damit die Zucht aufzugeben.

Die Stadt Dillenburg hatte sich heftig gegen die im Juli bekannt gewordenen Pläne gewehrt. Das Umweltministerium begründete die damalige Entscheidung vor allem mit Tierwohlbedenken. Unter anderem hätten die Pferde zu wenig Auslaufmöglichkeiten.

Derzeit werde geprüft, wo genau die verbleibenden Stuten und Wallache auf dem Gelände des Gestüts zusätzliche Flächen bekommen sollen, berichtete die Ministeriumssprecherin. Zudem seien Gespräche mit der Stadt Dillenburg geplant.

Die Kommune wolle auf der Arbeitsebene zusammen mit dem Ministerium über die Zukunft des Gestüts diskutieren, sagte Thomas Reichmann, Büroleiter der Dillenburger Stadtverwaltung. In der Stadt ist man zwar erleichtert, dass das Gestüt nicht geschlossen wird. Es gebe aber weiter Unverständnis darüber, dass die Zucht aufgegeben werden solle, sagte Reichmann.

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Gutachten zufolge, die die Stadt im August vorgestellt hatte, gibt es sowohl auf dem Gelände des Gestüts als auch in der Nachbarschaft mehrere Möglichkeiten, den Pferden zusätzlichen Auslauf zu bieten – und zwar auch den Hengsten. Aus Sicht von Unterstützern gibt es Reichmann zufolge eine Alternative zu deren Verkauf: Eine Idee sei, die Haltung der Hengste in private Hände zu geben. (dpa)

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