Lehrerverband: Ferien nicht eigenmächtig verlängern

Polizei kontrolliert Schulkinder an Flughäfen und Grenzen

Mainhausen/Frankfurt - Der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) hat an die Eltern appelliert, die Weihnachtsferien ihrer Kinder nicht eigenmächtig zu verlängern - um etwa günstigere Flüge buchen zu können.

"Wenn Eltern erfahren, dass ihr Kind den Unterricht schwänzt, sind sie oft völlig entsetzt. Aber wenn es um den Urlaub geht, lassen sie andere Regeln gelten und vergessen, dass sie selbst Vorbildfunktion haben", sagte der hessische VBE-Landesvorsitzende Stefan Wesselmann am heutigen Freitag. Den Schülern werde dabei der Eindruck vermittelt, dass Schule nicht so wichtig sei und man beispielsweise durch die Behauptung, dass das Kind krank sei, das Schulgesetz umgehen könne.

Bei Verstößen drohe ein Bußgeld und bei Kontrollen durch die Polizei am Flughafen könne der geplante Urlaub schon bei der Ausreise scheitern. Wer aus wichtigen Gründen vor oder nach den Ferien zusätzliche schulfreie Tage in Anspruch nehmen wolle, müsse dies mindestens vier Wochen vorher schriftlich bei der Schule beantragen. Aber: "Bei einem günstigeren Flugticket nach Asien trifft das ganz sicher nicht zu", sagte Wesselmann.

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Gezielte Extra-Kontrollen vor Ferienbeginn auf der Jagd nach Schulschwänzern gebe es allerdings nicht, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Frankfurter Flughafen. In Einzelfällen könne es ein entsprechendes Ersuchen geben. "Aber es gibt keine gezielte Fahndung" - das wäre angesichts der Aufgabenfülle der Beamten unverhältnismäßig. (dpa)

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