Land: Erklärungen werden schon bald bearbeitet

Ab März erste Steuerbescheide

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Die Finanzämter in Hessen wollen bereits im März mit der Bearbeitung der Steuererklärungen beginnen, wie das Finanzministerium mitteilte.

Wiesbaden - Die hessischen Finanzämter können ab März die Steuererklärungen für das abgelaufene Jahr bearbeiten, so dass die ersten Steuerbescheide bereits im selben Monat versendet werden. Dies teilte das hessische Ministerium für Finanzen mit.

Zu beachten sei jedoch, dass es in komplexeren Steuerfällen zu einer längeren Bearbeitungsdauer kommen könne. Wie es hieß, übermitteln Arbeitgeber, Versicherungen und andere Institutionen die für die Steuerberechnung benötigten Daten in der Regel bis Ende Februar elektronisch an die Finanzverwaltung. Dazu zählten zum Beispiel Lohnsteuerbescheinigungen, Beitragsdaten zur Kranken- und Pflegeversicherung und zur Altersvorsorge sowie Rentenbezugsmitteilungen.

Darüber hinaus stünden den Finanzämtern die bundeseinheitlichen Programme zur Berechnung der Steuern erst im Verlauf des Februars eines Jahres zur Verfügung. Ab März könnten die Finanzämter dann loslegen. „Wir empfehlen, die Steuererklärung elektronisch via ,Elster’ abzugeben“, so das Ministerium. Die Steuerzahler werden gebeten, die Eintragungsmöglichkeiten in Elster zu nutzen und keine separaten Aufstellungen einzureichen.

„Diese Eintragungen sind für die Bearbeitung in der Regel ausreichend. Das Elster-Online-Portal steht nunmehr im neuen anwenderfreundlichen und übersichtlichen Design zur Verfügung. Auf www.elster.de können unter ,Mein Elster’ die Dienste des Portals zur Abgabe der Steuererklärung genutzt werden.“ Das Ministerium plädiert an die Bürger, von den Möglichkeiten des „Online-Finanzamtes“ Gebrauch zu machen.

Wann Kontoauszüge und Belege in den Schredder können

Wie auch im vergangenen Jahr gelte weiterhin: Nach dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens ist es nicht mehr notwendig, Belege mit der Steuererklärung einzureichen. Das Finanzamt fordere die Belege nur bei Bedarf im Einzelfall an. Deshalb sollten die Belege bis zum Abschluss des Besteuerungsverfahrens aufbewahrt werden. „Allen Bürgern, die ehrlich ihre Steuern zahlen, möchte ich danke sagen. Sie leisten einen erheblichen Beitrag zum Gelingen des staatlichen Gemeinwohls“, wird Hessens Finanzminister Thomas Schäfer zitiert, der auch für die Angestellten in den Finanzämtern lobende Worte fand und darauf hin wies, dass zum 1. August diesen Jahres hessenweit insgesamt 700 Ausbildungs- und Studienplätze in den 35 Finanzämtern angeboten werden.

Nach Angaben von Minister Schäfer ist die Steuerverwaltung weiterhin auf der Suche nach fähigen Mitarbeitern. Mehr Informationen gebe es auf www.finanzverwaltung-mein-job.de. (al)

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