Neue Entgelt-Tarifverträge

Mehr Geld für hessische Friseure

Offenbach - Die Gewerkschaft Verdi Hessen und der Landesinnungsverband Friseurhandwerk Hessen haben sich auf neue Entgelt-Tarifverträge für Auszubildende und Beschäftigte geeinigt.

Wie die Kreishandwerkerschaft Stadt und Kreis Offenbach mitteilte, steigen die Löhne für Friseurinnen und Friseure in drei Schritten zwischen knapp 15 und 24,5 Prozent – abhängig von der Lohngruppe. So erhalten den Angaben zufolge ungelernte Kräfte ab August dieses Jahres 9,34 Euro, vorher 8,84 Euro. Für Meisterinnen und Meister einer kleinen Filiale steige der Lohn von 12,74 Euro auf 14,81 Euro, Meisterinnen und Meister in einer Filiale mit über zehn Beschäftigten erhalten ab August 17,84 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrags betrage drei Jahre bis Juni 2021.

Insgesamt sind laut Innung im hessischen Friseurhandwerk rund 12.000 Menschen beschäftigt. Im Tarifvertrag für die Auszubildenden stiegen die Vergütungen ebenfalls in drei Schritten bis 2021. In diesem Jahr gebe es jeweils 100 Euro mehr pro Monat, 2019 und 2021 dann 20 bis 50 Euro.

Landesinnungsmeister Kay-Uwe Liebau: „Die Anpassung des Beschäftigtenentgelts, dessen Tarifvertrag aus dem Jahr 2003 stammte, und die Anpassung der Ausbildungsvergütungen waren dringend notwendig, um den Beruf finanziell attraktiver zu gestalten. Damit wird ein weiterer Anreiz geschaffen, den Beruf zu ergreifen und im Friseurhandwerk eine Zukunft zu sehen. Die drei Schritte und die lange Laufzeit haben wir verhandelt, weil wir den Betrieben Planungssicherheit geben wollten.“ Verdi-Fachbereichsleiter Mathias Venema betonte: „Für uns ist wichtig, dass kein hessischer Friseur mehr unter zehn Euro die Stunde verdient. Wir haben einen deutlichen Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn realisieren können.“ (al)

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Rubriklistenbild: © picture alliance / Susann Prautsch/dpa

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