Hessen rangiert unterm Schnitt

GEW fordert mehr Geld und Personal an Grundschulen

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Die GEW fordert mehr Personal für die Inklusion.

Wiesbaden - Die Lehrergewerkschaft GEW kämpft für mehr Personal an Hessens Grundschulen und bessere Bezahlung.

Im bundesweiten Vergleich rangiere Hessen beim Verdienst der Grundschullehrer unterm Schnitt der Länder, sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Birgit Koch.

Um im Wettbewerb der Länder bestehen zu können und den Beruf des Grundschullehrers attraktiv zu halten, muss nach Einschätzung der Gewerkschaft die Arbeitszeit reduziert und die Besoldung von A12 auf A13 angehoben werden. „Die hohe Arbeitszeit ist auch die größte Kritik der Grundschullehrer in ganz Hessen“, erklärte die Vize-Vorsitzende Maike Wiedwald.

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) erteilte der Forderung nach mehr Geld eine Absage: „Mit der Bezahlung von Grundschullehrkräften nach A12 sind wir absolut konkurrenzfähig.“ Eine Anhebung um eine Stufe würde das Land 70 Millionen Euro im Jahr kosten. „Das lässt sich nicht mal eben aus der Portokasse bestreiten“, betonte der Minister. Außerdem sei der gewachsene Bedarf an Grundschullehrern nicht darin begründet, dass es zu wenig Bewerber für das Studium gebe.

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Um den betreuungsintensiven Schülern beim gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern gerecht zu werden, müsse zudem das Personal an den Grundschulen für die Inklusion ausgebaut werden, forderte die Gewerkschaft. Die GEW hält die grundsätzliche Zuweisung von einer Förderschullehrkraft für jeweils drei Klassen für erforderlich. „Darüber hinaus benötigen wir ebenso viele sozialpädagogische Fachkräfte sowie mindestens eine Stelle für die Sozialarbeit an jeder Schule“, erklärte Koch. (dpa)

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