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Mehr Platz für die Löwen: Gehege-Umbau im Frankfurter Zoo

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Frankfurter Zoo baut Löwen-Außenanlage um
Löwe „Kiron“ sitzt in seinem Ausweichquartier im Frankfurter Zoo in der Sonne. © Arne Dedert/dpa

Löwen gelten als die Könige der Tiere - im Frankfurter Zoo sollen sie demnächst standesgemäß mehr Platz haben. Mit dem „Baggerbiss“ startete am Dienstag der Umbau des Geheges, der im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein soll. Um das Gelände zu vergrößern, werde die Fläche des ehemaligen Wassergrabens in die Außenanlage integriert, sagte die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Frankfurt/Main - Die Größe der Anlage könne dadurch von bisher knapp 500 Quadratmeter auf über 1000 Quadratmeter mehr als verdoppelt werden. Auf drei Ebenen werde es künftig Einblicke in die Löwen-Welt geben.

Für das Bauprojekt sind Investitionen in Höhe von 1,8 Millionen Euro vorgesehen, von denen die Stadt 1,5 Millionen übernimmt. „Artgerecht gestaltete Tiergehege gibt es nicht von der Stange - schon gar nicht für große Raubkatzen“, betonte Hartwig.

Die Neugestaltung soll nicht nur für Besucher attraktiv sein, sondern auch Voraussetzungen für die Zucht von Löwen im Rahmen von Erhaltungszuchtprogrammen erfüllen, sagte Zoodirektorin Christina Geiger. So kann künftig bei Bedarf auch der Außenbereich in zwei abgeschlossene Bereiche getrennt werden.

Asiatische Löwen gelten nach Angaben Geigers als stark bedroht. Während rund 150 Tiere weltweit in Zoos leben, sind nur noch etwa 600 in ihrer Heimat in einem indischen Bundesstaat angesiedelt. Angesichts des vergleichsweise kleinen Gebietes könne ein verheerendes Naturereignis wie ein großes Feuer die ganze Art bedrohen, sagte Geiger. dpa

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