Sanierungskurs bei Opel

IG Metall offen für Gespräche

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Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Wolfgang Schäfer-Klug sieht „Pace“ positiv.

Rüsselsheim - Die Arbeitnehmervertreter beim Autohersteller Opel sind bereit, über den neuen Sanierungskurs unter dem Dach des französischen PSA-Konzerns zu verhandeln.

„Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen über 2018 hinaus und die Zusage, keine Werke schließen zu wollen, sind ein Anfang, auf dessen Basis wir die kommenden Verhandlungen aufbauen können“, teilten der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug und der regionale IG-Metall-Chef Jörg Köhlinger gestern in Rüsselsheim mit. Es komme nun darauf an, die Zusagen für den Zeitraum bis 2020 schriftlich festzuhalten, sagte Schäfer-Klug. Jetzt zeige sich der Wert der Tarifverträge der IG Metall, die Beschäftigten und Standorten wichtigen Schutz gäben, betonten die Arbeitnehmer.

Über Anpassungen wie zum Beispiel den Wechsel auf PSA-Architekturen in den Werken oder neue Projektbelegungen im Entwicklungszentrum könne verhandelt werden, solange bestehende Zusagen gleichwertig ersetzt werden, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Köhlinger. Die Ankündigungen seien eine hervorragende Ausgangsbasis für die kommenden Verhandlungen. Schäfer-Klug hob die Bedeutung des CO2-Plans hervor, über den man mit dem alten Eigentümer General Motors immer im Clinch gelegen habe. Mit PSA habe man nun die Möglichkeiten, eine klare Strategie zu verfolgen.

So bedienen wir bald unsere Autos

Die Offenbacher IG-Metall-Bevollmächtigte Marita Weber fürchtet allerdings Nachteile für die Zulieferbetriebe in der Region. „Es ist generell davon auszugehen, dass sich der Preisdruck auf die Zulieferer weiter verstärken wird.“ Wie sehr, das sei im Moment aber noch nicht einzuschätzen.  (dpa/cm)

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