Anzeige erstattet

13-Jähriger beim Abbrennen von Stroh erwischt - Polizeihubschrauber im Einsatz

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13-Jähriger beim Abbrennen von Stroh erwischt - Polizeihubschrauber im Einsatz

Die Feuerwehr hat in Hessen alle Hände voll zu tun. In Michelstadt erwischen Beamte einen 13 Jahre alter Jungen, nachdem er an mehreren Stellen Stroh in Brand setzt.

Update, 7. Juli, 14.58 Uhr: Ein 13 Jahre alter Junge wurde am Samstagabend (6. Juli) von der Polizei dabei erwischt, wie er auf einer Wiese in Michelstadt Stroh anzündet hat. Durch das Feuer wurde eine Gesamtfläche von etwa 50 Quadratmeter verbrannt. Aufmerksame Anwohner bemerkten gegen 21 Uhr im Bereich der Landrat-Hoffmann-Straße Rauchschwarden. 

Am Friedhof im Stadtring schnappt die Polizei den 13-Jährigen. Der erwischte Junge zeigte den Einsatzkräften drei Stellen, an denen er Stroh angezündet hatte. Die Brandschützer aus Michelstadt konnten die Glutnester umgehend löschen. Weitere Glutnester wurden nicht entdeckt. Für die Absuche war auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt. Nach Einsatzende hat die Polizei Anzeige erstattet und den 13-Jährigen in die Obhut seiner Eltern übergeben.

Update, 6. Juli, 11.03 Uhr: Am Freitagnachmittag löschte die Feuerwehr einen Feldbrand nahe eines Kleingartenvereins in Hochheim. Wegen der massiven Rauchentwicklung war die Autobahn 671 für eine halbe Stunde gesperrt, sagte ein Sprecher der Wiesbadener Feuerwehr. Betroffen war laut Polizei eine Fläche in der Größe von vier Fußballfeldern. Verletzt wurde niemand, die Brandursache ist noch unklar.

Bei Bischofsheim (Groß-Gerau) brannte am Freitagabend kurz darauf ebenfalls ein etwa 1000 Quadratmeter großes Feld nahe der A671. Das Feuer war bereits nach etwa einer Stunde, gegen 21.30 Uhr, gelöscht.

Ein Mannschaftstransportfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Kostheim steht vor einem brennenden Feld in Hochheim.

Vogelsbergkreis verbietet Wasserentnahme aus Bächen

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat der Vogelsbergkreis zudem ein Verbot für die Wasserentnahme aus Bächen, Seen und Flüssen verhängt. "Wir wollen damit unsere Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern vor Schaden bewahren", sagte Landrat Manfred Görig (SPD) laut einer Mitteilung vom Samstag. Damit folgt der Vogelsbergkreis dem Main-Taunus-Kreis, der bereits am Donnerstag ein entsprechendes Verbot ausgesprochen hatte.

Im Vogelsberg führen nach Angaben des Kreises einige Gewässer nur noch sehr wenig Wasser und eine Änderung der Situation sei "im Moment nicht absehbar". Die Kreisverwaltung in Lauterbach hatte wegen der Trockenheit bereits im vergangenen Sommer die Wasserentnahme verboten. Wer sich nicht an die Verfügung hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro rechnen.

Update, 5. Juli, 6:50 Uhr: Gestern Nachmittag hat es einen Waldbrand Am Schneckenberg in Offenbach gegeben, wie die Freiwillige Feuerwehr Offenbach Bieber mitteilt. Auf rund 500 Quadratmetern brannten Laub und Äste auf dem Waldboden. Wie es zu dem Feuer kam ist bislang unklar. 

Waldbrand in Offenbach

Waldbrand an der B8 bei Kelkheim - Bundesstraße zeitweilig gesperrt

Update, 14:24 Uhr: Offenbar haben Flexarbeiten an der Leitplanke der B8 bei Kelkheim am Donnerstagvormittag einen Waldbrand ausgelöst. Allerdings konnte die Feuerwehr den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Die Bundesstraße musste währen der Löscharbeiten in Richtung Frankfurt gesperrt werden. 

Waldbrandgefahr: Land Hessen schlägt Alarm

Erstmeldung, 4.Juli, 9:57 Uhr: Frankfurt – Das hessische Umweltministerium warnt aktuell vor der anhaltend hohen Waldbrandgefahr in großen Teilen Hessens. "Für die nächsten Tage besteht nach aktuellen Prognosedaten des Deutschen Wetterdienstes in weiten Teilen Hessen mittlere bis hohe Waldbrandgefahr", wie das Umweltministerium am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. 

Insbesondere in Südhessen ist zu erhöhter Vorsicht geraten. Regen sei zunächst vorerst nicht in Sicht. Deshalb hat das Ministerium Alarmstufe A als zweithöchste von zwei Warnstufen ausgerufen. Noch höher wäre Alarmstufe B.  

Hessen: Bisher rund 40 Waldbrände 

In diesem Jahr hat es in Hessen rund 40 Waldbrände gegeben. "Die meisten Brände sind nur sehr klein, meist wenige hundert Quadratmeter groß" sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums. Insgesamt seien von den Waldbränden etwa 15 Hektar Waldfläche betroffen. Bei dem bisher größten Waldbrand handelt es sich nach Informationen des Ministeriums um den Brand bei Münster (Landkreis Darmstadt-Dieburg), wie op-online* berichtet.

Waldbrandgefahr: Feuerwehr gibt Tipps 

Die Feuerwehr gibt daher Hinweise, wie die Waldbrandgefahr minimiert werden kann. Besonders gefährdete Waldbereiche sollen stärker überwacht werden. Es könnte auch zur Schließung von Grillstellen kommen. Im Wald soll darüber hinaus nicht geraucht werden, auch Flaschen sollten nicht in den Wald gelangen. Glasscherben oder Splitter könnten als Brennglas ein Feuer auslösen.

 Feuerwehr: Erhöhte Vorsicht in Wäldern

Darüber hinaus sollten Waldbesucher darauf achten, die Zufahrtswege zu den Wäldern nicht zu blockieren. Die Fahrzeuge sollten auf dafür ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Brände oder Rauchentwicklung sollten umgehend unter der Notrufnummer 112 gemeldet werden. Wie lange die Gefahrensituation andauert, ist bisher unklar. 

Von Marvin Ziegele und Damian Robota

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