Bewerberansturm trotzdem ungebrochen

Hessens Polizei: 2,7 Millionen Überstunden

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Polizisten haben ein breites Tätigkeitsfeld. Das macht den Beruf attraktiv.

Wiesbaden - Auf dem Überstundenkonto der hessischen Polizei standen 2017 im Jahresdurchschnitt insgesamt rund 2,7 Millionen Stunden. Im Jahr zuvor waren es noch 2,9 Millionen Stunden gewesen und 2015 etwa 3 Millionen. Das teilte das Innenministerium mit.

Rund 600.000 Überstunden seien im vergangenen Jahr von der Landesregierung ausbezahlt worden. Dafür flossen zwölf Millionen Euro an die Beamten. Derzeit tun 14.000 Polizisten in Hessen Dienst. Das Innenministerium zählt hier nur den Polizeivollzugsdienst – also für den Bürger sichtbare Beamte. Hinzu kommen Stellen bei der Verwaltung der Polizei. Bis zum Jahr 2020 soll es 1010 zusätzliche Stellen im Polizeidienst geben. Damit sie besetzt werden können, haben bereits vor drei Jahren 140 zusätzliche Anwärter ihre Ausbildung begonnen, 2016 waren es 300. Aus den Einstellungsterminen 2017 werden nach dem dreijährigen Studium insgesamt 570 Frauen und Männer mehr als sonst zur Verfügung stehen.

Eine weitere Aufstockung bei der Polizei ist bis zum Jahr 2022 geplant mit noch einmal 510 zusätzlichen Stellen. Die hessische Polizei werde dann laut Ministerium im Jahr 2022 über 15 290 Stellen verfügen – rund zehn Prozent mehr als 2013.

Polizeibeamte müssen belastbar sein

An Bewerbungen mangelt es den Angaben zufolge nicht. Allein für den Einstellungstermin im Februar 2018 hätten sich 3471 junge Menschen gemeldet – 700 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Rund 400 Männer und Frauen begannen ihre Ausbildung, im September folgen noch 520. (dpa)

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