Al-Wazir: Nachtflugverbot einhalten

Minister überprüft Ryanair-Verspätungen

Frankfurt - Nach etlichen verspäteten Landungen der Airline Ryanair am Frankfurter Flughafen geht das hessische Verkehrsministerium den Vorgängen nun nach.

„Wer in Frankfurt starten und landen will, hat sich an das Nachtflugverbot zu halten. Das gilt auch für Ryanair“, betonte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Von Anfang September bis Ende Oktober sei es zu einem starken Anstieg verspäteter Landungen nach 23 Uhr gekommen. 93 Fälle seien registriert worden. Die dem Ministerium unterstellte Luftaufsicht habe damit begonnen, von jedem verspäteten Ryanair-Piloten noch auf dem Rollfeld persönliche Erklärungen zur Ursache der Verspätung einzuholen. Dies sei ein klares Signal an den Billigflieger. Ryanair sei zudem zur Herausgabe interner Flugpläne und Zeiten sowie der tatsächlichen Start- und Landezeiten aufgefordert worden. Ryanair sei dieser Aufforderung zwischenzeitlich nachgekommen. Die Airline hatte verspätete Anflüge im Oktober mit Streiks bei der französischen und spanischen Flugverkehrskontrolle begründet. Seit Ende Oktober gilt der Winterflugplan.

Fluglärm-Urteile für Frankfurter Flughafen

Die Zahl von verspäteten Landungen sei zwar zurückgegangen, sei aber immer noch zu hoch. Bei Verstößen gegen das Nachtflugverbot kann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden und ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro verhängt werden. (dpa)  

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare