Netzwerk könnte sonst zusammenbrechen

Musikschulen fordern mehr Geld vom Land

Wiesbaden - Die hessischen Musikschulen fordern ein massives Plus bei den staatlichen Zuschüssen. Ansonsten breche das gut etablierte Netzwerk zusammen, warnte der Vorsitzende Michael Eberhardt in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Der hessische Landesverband deutscher Musikschulen feierte am Samstag in Wiesbaden sein 50-jähriges Bestehen. Die bisherigen Landeszuschüsse von rund 2,5 Millionen Euro pro Jahr reichten bei weitem nicht und müssten mindestens verdreifacht werden, forderte Eberhardt. In Hessen müssten die Eltern vergleichsweise viel für den Besuch ihrer Kinder in der Musikschule bezahlen, sagte der Vorsitzende. Auf der anderen Seite würden Musikschullehrer deutlich schlechter bezahlt als in anderen Bundesländern. Als Vorbild nannte der Musiklehrer unter anderem Baden-Württemberg. Hier sei die Förderung gesetzlich geregelt - und Kommunen würden mehr in die Pflicht genommen.

Im Landesverband sind 66 Schulen organisiert mit derzeit rund 130 000 Schülern. Nach den Worten von Eberhardt bestehen 660 Kooperationen mit staatlichen Schulen, wo Wahlunterricht angeboten wird. Bei "ZusammenSpiel Musik" könnten die Kinder beispielsweise in kleinen Gruppen verschiedene Instrumente ausprobieren, darunter Geige, Gitarre und Querflöte. (dpa)

Konzert der Grundstufen-Musikanten der Musikschule: Bilder

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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