Prozess mit einigen Schwierigkeiten

Tödliche Messerstiche: Alle Angeklagten wollen aussagen

Wiesbaden - Zu Beginn des Prozesses um eine tödliche Messerattacke in der Wiesbadener Innenstadt haben die Verteidiger aller drei Angeklagten deren Bereitschaft zur Aussage erklärt.

Sie wollten grundsätzlich vor Gericht aussagen, kündigten sie vor dem Wiesbadener Landgericht am Montag an. Es geht um eine Bluttat im Sommer des vergangenen Jahres. Ein 19-Jähriger war dabei ums Leben gekommen. Einem 25-Jährigen wirft die Anklage Totschlag vor. Zwei 23 Jahre alte Männer stehen wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht. Bei einem der Männer handelt es sich um einen ehemaligen Polizeianwärter. Nachdem im Zuge der Ermittlungen herauskam, dass der 23-Jährige zuvor bereits wegen räuberischer Erpressung und Körperverletzungsdelikten im polizeilichen Auskunftssystem Polas registriert war, zog Innenminister Peter Beuth (CDU) die Reißleine und reformierte das Einstellungsverfahren für Polizisten.

Der Prozess startete mit einem Aktenproblem. Die Verteidiger stellten einen Aussetzungsantrag, weil sie wichtige Unterlagen erst kurz vor der Hauptverhandlung zur Kenntnis nehmen konnten. Dem Richter zufolge waren die Unterlagen versehentlich von der Polizei nicht zu den Akten hinzugefügt worden. Dabei geht es um Daten von Handy-Auswertungen und DNA-Auswertungen. Die Verteidiger sollen nun eine Woche Zeit bekommen, um die Unterlagen anzuschauen. (dpa)

Angeklagter im Hamburger Messerstecher-Prozess geständig

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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