Volksbanken schließen sich zusammen

Nächste Fusion in der Region

Griesheim/Frankfurt - Nach dem Votum der Vereinigten Volksbank Maingau (VVB) für eine Fusion mit der Frankfurter Volksbank im vergangenen Jahr gehen die Verschmelzungen der genossenschaftliche Institute in der Region weiter. Von Marc Kuhn 

Vertreter der Volksbank Griesheim gaben am Donnerstag grünes Licht für den Zusammenschluss ihres Instituts mit der Frankfurter Volksbank. Sie votierten einstimmig für die Fusion, wie das Griesheimer Geldhaus gestern mitteilte. „Mit diesem eindrucksvollen Votum haben unsere Vertreter nicht nur ein wichtiges Signal zur weiteren Bündelung der genossenschaftlichen Kräfte in unserer Region gesetzt, sondern auch im wohl verstandenen Interesse unserer Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter gehandelt“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Karl-Peter Ziegler.

„Wir werden erdrückt von der Regulatorik“, sagte der Vorstandschef der Griesheimer Volksbank, Armin Pabst, unserer Zeitung als Begründung für den Schritt. Er verspricht sich Entlastung von den staatlichen Auflagen, die nach der Finanzkrise die Verbraucherrechte stärken sollen. „In einem Umfeld, das für kleine Banken immer schwieriger wird, fällt es uns jedoch zunehmend schwer, unsere Position zu festigen und auszubauen“, so Pabst. „Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, den Schulterschluss mit der Frankfurter Volksbank zu suchen.“

Die Griesheimer Bank sei ein kleines Institut mit einer Bilanzsumme von 322 Millionen Euro, berichtete Pabst weiter. Ihre zwei Filialen sowie die 35 Arbeitsplätze der Mitarbeiter sollten bei der Fusion erhalten bleiben. Die Frankfurter Volksbank erreichte 2017 eine Bilanzsummer von fast 9,3 Milliarden Euro und zählt knapp 1 280 Mitarbeiter.

Eva Wunsch-Weber, Vorsitzende des Vorstands der Frankfurter Volksbank, sagte nach dem Beschluss der Vertreter für den Zusammenschluss: „Sie haben mit ihrem Ja zu dieser Fusion das Tor in eine gemeinsame Zukunft weit aufgestoßen.“ Die Vertreterversammlung der Frankfurter Volksbank soll am Dienstag über die Fusion entscheiden. Sie soll rückwirkend zum 1. Januar wirksam werden.

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