Kabinett des Landtags: Bilanz nach einem Jahr

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Ministerpräsident: Volker Bouffier (CDU) profitiert am meisten vom schwarz-grünen Kuschelkurs. Der schon abgeschriebene Landesvater ist plötzlich ein Mann der Zukunft - und darf sich angesichts der Ruhe im eigenen Laden auf seine Aufgabe als derzeitiger Bundesratspräsident konzentrieren.
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Wissenschafts- und Kunstminister: Boris Rhein (CDU) freut sich, dass er momentan wegen seines großzügigen Etats keinen Ärger mit Studenten hat. Will sich als Vorkämpfer für eine "Achse" der Romantik in Hessen verewigen.
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Innenminister: Peter Beuth (CDU), als Generalsekretär der Union für markige Worte bekannt, gibt sich handzahm. Muss Konzepte verkaufen, die eigentlich die Grünen wollten: Kennzeichnungspflicht für Polizisten und Deeskalation bei den Blockupy-Demos.
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Wirtschaftsminister: Tarek Al-Wazir (Grüne) hat bei Hessens Unternehmern seinen Schrecken verloren - dank modischer Krawatten und eleganter Anzüge. Hat inzwischen erfahren müssen, dass er das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen kaum verhindern kann. Der Vizeregierungschef kämpft dafür für mehr Windräder im Land.
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Justizminister: Eva Kühne-Hörmann (CDU) fordert gern schärfere Gesetze - gegen Kinderpornografie, gegen die Aus- oder Einreise von Dschihadisten. Ansonsten in ihrem Ressort eher unauffällig.
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Kultusminister: Ralph Alexander Lorz (CDU) hat die in Hessen stets ideologiebefrachtete Bildungspolitik befriedet - zumindest vorübergehend. Der Juraprofessor bleibt ein Mann der leisen Töne. In der Union fehlt ihm der Stallgeruch
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Bundesrats- und Europaministerin: Lucia Puttrich (CDU) kämpft an fernen Fronten in Berlin und Brüssel. In Wiesbaden ist nur von ihr die Rede, wenn es um die rechtlich fehlerhafte Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis 2011 zu ihrer Zeit als Umweltministerin geht.
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Umweltministerin: Priska Hinz (Grüne) hatte mit Bio-Landbau, sozialem Wohnungsbau und Verbraucherschutz zu tun. Die Pragmatikerin wird von der Opposition auffällig oft gelobt. Das Ende der Salzeinleitungen in die Werra durch den Kaliriesen K+S schob sie aber auf eine Bank, die noch länger ist als beim Atomausstieg: 2075 soll (fast) Schluss sein.
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Sozialminister: Stefan Grüttner (CDU) arbeitet unaufgeregt in seinem Zweifarben-Ressort. Die Grünen haben ihm einen Staatssekretär für Antidiskriminierung, eine Antidiskriminierungsstelle und ein Sozialbudget ins Ministerium gesetzt.

Hessens Regierungschef Volker Bouffier hat sein neues Kabinett vor zwölf Monaten nicht so richtig durchgeschüttelt. In der eigenen Partei setzte Bouffier - mit Ausnahme des neuen Innenministers Peter Beuth und des neuen Kultusministers Ralph Alexander Lorz - auf bewährte Kräfte. Die Grünen als Koalitionspartner erhielten zwei Posten. Die Bilanz nach einem Jahr:

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